DGI:Vesiculae und Crustae/Abstract: Difference between revisions

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===== Herpes Zoster =====
=====Herpes Zoster=====
<span style="color: rgb(51, 51, 51)">Der Herpes Zoster (Synonym: Zoster, Gürtelrose) entsteht durch die Reaktivierung des Varicella- Zoster- Virus (VZV), das im Rahmen einer Primärinfektion im Kindesalter (in Form von Windpocken) erworben wird und in sensorischen Spinal- und Hirnnervenganglien persistiert. Dabei handelt sich um eines der häufigsten akuten Krankheitsbilder der Haut. Eine Reaktivierung kann durch Stress oder Immunschwäche ausgelöst werden und tritt typischerweise als schmerzhafte unilaterale und dermatom-bezogene Hautrötung mit Bläschen in Erscheinung. Der Blaseninhalt ist infektiös. Therapeutisch kommt eine individuell angepasste Therapie mit Analgetika und Virustatika in Frage. Besondere Situationen stellen der Befall der Kopf- Hals- Region (Zoster ophthalmicus, Zoster oticus) und die postzosterische Neuralgie dar. Seit Dezember 2018 wird die Impfung mit dem Zoster- Totimpfstoff von der STIKO als Standardimpfung für alle Personen ab 60 Jahre empfohlen.</span><br />
<span style="color: rgb(51, 51, 51)">Der Herpes Zoster (Synonym: Zoster, Gürtelrose) entsteht durch die Reaktivierung des Varicella- Zoster- Virus (VZV), das im Rahmen einer Primärinfektion im Kindesalter (in Form von Windpocken) erworben wird und in sensorischen Spinal- und Hirnnervenganglien persistiert. Dabei handelt sich um eines der häufigsten akuten Krankheitsbilder der Haut. Eine Reaktivierung kann durch Stress oder Immunschwäche ausgelöst werden und tritt typischerweise als schmerzhafte unilaterale und dermatom-bezogene Hautrötung mit Bläschen in Erscheinung. Der Blaseninhalt ist infektiös. Therapeutisch kommt eine individuell angepasste Therapie mit Analgetika und Virustatika in Frage. Besondere Situationen stellen der Befall der Kopf- Hals- Region (Zoster ophthalmicus, Zoster oticus) und die postzosterische Neuralgie dar. Seit Dezember 2018 wird die Impfung mit dem Zoster- Totimpfstoff von der STIKO als Standardimpfung für alle Personen ab 60 Jahre empfohlen.</span>


===== Herpes-simplex-Virus (HSV)- Infektion (LINK Herpes Simplex) =====
 
=====Herpes-simplex-Virus (HSV)- Infektion (LINK Herpes Simplex)=====
Die HSV- Infektion wird durch HSV-1 und HSV-2 ausgelöst. Beide HSV-Typen können orofaziale (v.a. HSV-1) und anogentiale (v.a. HSV-2) Infektionen verursachen. Man unterscheidet zwischen Primär- und Sekundärinfektion (= endogene Reaktivierung).
Die HSV- Infektion wird durch HSV-1 und HSV-2 ausgelöst. Beide HSV-Typen können orofaziale (v.a. HSV-1) und anogentiale (v.a. HSV-2) Infektionen verursachen. Man unterscheidet zwischen Primär- und Sekundärinfektion (= endogene Reaktivierung).
===== Skabies =====
Die „Skabies“ oder „Krätze“ wird durch die Infestation der Haut mit Skabiesmilben (Sarcoptes scabiei variatio hominis) hervorgerufen. Die Übertragung erfolgt über engen Hautkontakt. Typisch ist der verstärkt nächtlich auftretende Juckreiz. Oft lassen sich Komma-artige Milbengänge, erythematöse Papeln oder Krusten im Bereich der Fingerzwischenräume, Handgelenke und Intertrigines finden. Therapie der Wahl ist die topische Behandlung mit Permethrin 5% Creme sowie die Einhaltung spezifischer Hygienemaßnahmen. Eine Behandlung von Kontaktpersonen wird empfohlen, um einen „Ping-Pong-Effekt“ zu vermeiden.
'''Vorkommen und Übertragung'''
Die Skabies kommt weltweit vor und betrifft Personen jeden Alters, z.B.:
* Kleinkinder und deren Eltern
* Paare, Mitglieder einer Wohngemeinschaft
* pflegebedürftige Personen und deren Betreuer
In der Regel wird die Skabies durch direkten Haut-zu-Haut-Kontakt übertragen. Voraussetzung ist ein großflächiger und kontinuierlicher Kontakt von mindestens 5 bis 10 Minuten. Handschütteln, kurze Umarmungen, etc. sind daher ohne Risiko (Ausnahme: Scabies crustosa). Dennoch sollten Patienten mit Verdacht auf Skabies nur mit Handschuhen untersucht werden.
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Latest revision as of 18:25, 8 April 2021

Autorin: Michaela Kubieniec

Haut-und Weichteilinfektionen, die zu einer Blasenbildung führen, können auf multiple Erreger zurückgeführt werden. Hierzu zählen unter anderem Bakterien wie Staphylokken und Streptokokken, Viren aus der Herpes-Familie und auch Parasiten der Haut. Die Blasenbildung geht im Anschluss in eine krustige Abheilung über. Oft ist eine äußerliche Therapie ausreichend. Die Ausprägung und Lokalisation des Hautbefundes sowie die Risikofaktoren des Patienten entscheiden über die Wahl der Therapie.

Impetigo contagiosa

Die Impetigo contagiosa ist eine hochinfektiöse, bakterielle Hauterkrankung. Im Kindesalter stellt sie die häufigste kutane Infektion dar. Erreger sind zumeist Staphylokokken. Betroffen sind vor allem Gesicht und Hände, es zeigen sich typischerweise eitrige Pusteln, Bläschen und honiggelbe Krusten. Je nach Befund kann neben Hygienemaßnahmen und einer topischen Therapie auch eine systemische Antibiose indiziert sein.


Herpes Zoster

Der Herpes Zoster (Synonym: Zoster, Gürtelrose) entsteht durch die Reaktivierung des Varicella- Zoster- Virus (VZV), das im Rahmen einer Primärinfektion im Kindesalter (in Form von Windpocken) erworben wird und in sensorischen Spinal- und Hirnnervenganglien persistiert. Dabei handelt sich um eines der häufigsten akuten Krankheitsbilder der Haut. Eine Reaktivierung kann durch Stress oder Immunschwäche ausgelöst werden und tritt typischerweise als schmerzhafte unilaterale und dermatom-bezogene Hautrötung mit Bläschen in Erscheinung. Der Blaseninhalt ist infektiös. Therapeutisch kommt eine individuell angepasste Therapie mit Analgetika und Virustatika in Frage. Besondere Situationen stellen der Befall der Kopf- Hals- Region (Zoster ophthalmicus, Zoster oticus) und die postzosterische Neuralgie dar. Seit Dezember 2018 wird die Impfung mit dem Zoster- Totimpfstoff von der STIKO als Standardimpfung für alle Personen ab 60 Jahre empfohlen.


Herpes-simplex-Virus (HSV)- Infektion (LINK Herpes Simplex)

Die HSV- Infektion wird durch HSV-1 und HSV-2 ausgelöst. Beide HSV-Typen können orofaziale (v.a. HSV-1) und anogentiale (v.a. HSV-2) Infektionen verursachen. Man unterscheidet zwischen Primär- und Sekundärinfektion (= endogene Reaktivierung).


Skabies

Die „Skabies“ oder „Krätze“ wird durch die Infestation der Haut mit Skabiesmilben (Sarcoptes scabiei variatio hominis) hervorgerufen. Die Übertragung erfolgt über engen Hautkontakt. Typisch ist der verstärkt nächtlich auftretende Juckreiz. Oft lassen sich Komma-artige Milbengänge, erythematöse Papeln oder Krusten im Bereich der Fingerzwischenräume, Handgelenke und Intertrigines finden. Therapie der Wahl ist die topische Behandlung mit Permethrin 5% Creme sowie die Einhaltung spezifischer Hygienemaßnahmen. Eine Behandlung von Kontaktpersonen wird empfohlen, um einen „Ping-Pong-Effekt“ zu vermeiden.

Vorkommen und Übertragung

Die Skabies kommt weltweit vor und betrifft Personen jeden Alters, z.B.:

  • Kleinkinder und deren Eltern
  • Paare, Mitglieder einer Wohngemeinschaft
  • pflegebedürftige Personen und deren Betreuer

In der Regel wird die Skabies durch direkten Haut-zu-Haut-Kontakt übertragen. Voraussetzung ist ein großflächiger und kontinuierlicher Kontakt von mindestens 5 bis 10 Minuten. Handschütteln, kurze Umarmungen, etc. sind daher ohne Risiko (Ausnahme: Scabies crustosa). Dennoch sollten Patienten mit Verdacht auf Skabies nur mit Handschuhen untersucht werden.