DGI:Opportunistische Infektionen/VZV/Therapie: Difference between revisions

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Bei einer unkomplizierten Windpocken-Erkrankungen kann die Behandlung rein symptomatisch erfolgen.
Bei einer unkomplizierten Windpocken-Erkrankungen kann die Behandlung rein symptomatisch erfolgen.
Bei Immunkompetenten mit Herpes zoster ist neben der symptomatischen Behandlung eine orale antivirale Therapie indiziert, um die Krankheitsdauer zu verkürzen und Komplikationen vorzubeugen. Diese sollte möglichst frühzeitig innerhalb von 2 bis 3 Tage nach Symptombeginn eingeleitet werden.
Bei Immunkompetenten mit Herpes zoster ist neben der symptomatischen Behandlung eine orale antivirale Therapie indiziert, um die Krankheitsdauer zu verkürzen und Komplikationen vorzubeugen. Diese sollte möglichst frühzeitig innerhalb von 2 bis 3 Tage nach Symptombeginn eingeleitet werden.
Bei immunsupprimierten Patient*innen und beim Auftreten von Komplikationen, wie z.B. der Varizellenpneumonie oder des Zoster ophthalmicus, wird in der Regel eine intravenöse antivirale Therapie eingeleitet. Die antivirale Behandlung ist hochwirksam bei der Verhinderung von Dissemination und viszeraler Beteiligung.
Bei immunsupprimierten Patient:innen und beim Auftreten von Komplikationen, wie z.B. der Varizellenpneumonie oder des Zoster ophthalmicus, wird in der Regel eine intravenöse antivirale Therapie eingeleitet. Die antivirale Behandlung ist hochwirksam bei der Verhinderung von Dissemination und viszeraler Beteiligung.




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!Kommentar
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| rowspan="2" |Immunkompetente Patient*innen mit Herpes zoster
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| rowspan="2" |Therapie der 1. Wahl wenn 2.2.1 (Gürtelrose)
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|Valaciclovir
|Valaciclovir
|3 x 1 g p.o.
|3 x 1 g p.o.
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| rowspan="2" |Immunsupprimierte Patient*innen oder komplikativer Verlauf (z. B. Pneumonie, Zoster ophthalmicus) bei Immunkompetenten
| rowspan="2" |Immunsupprimierte Patient:innen oder komplikativer Verlauf (z. B. Pneumonie, Zoster ophthalmicus) bei Immunkompetenten
|Therapie der 1. Wahl
|Therapie der 1. Wahl


wenn 2.2.2 (Lunge)
wenn B (Lunge)


oder 2.2.3 (ZNS)
oder C (ZNS)


oder 2.2.4 (generalisierter Zoster)
oder D (generalisiert)
|Aciclovir
|Aciclovir
|3 x 10 mg/kg i.v.
|3 x 10 mg/kg i.v.
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|Bei Aciclovir-Resistenz
|Bei Aciclovir-Resistenz
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{{DGI:VZV/Therapie/Erregerspezifische Therapie}}

Latest revision as of 08:58, 16 December 2021

Kalkulierte Therapie

Bei einer unkomplizierten Windpocken-Erkrankungen kann die Behandlung rein symptomatisch erfolgen. Bei Immunkompetenten mit Herpes zoster ist neben der symptomatischen Behandlung eine orale antivirale Therapie indiziert, um die Krankheitsdauer zu verkürzen und Komplikationen vorzubeugen. Diese sollte möglichst frühzeitig innerhalb von 2 bis 3 Tage nach Symptombeginn eingeleitet werden. Bei immunsupprimierten Patient:innen und beim Auftreten von Komplikationen, wie z.B. der Varizellenpneumonie oder des Zoster ophthalmicus, wird in der Regel eine intravenöse antivirale Therapie eingeleitet. Die antivirale Behandlung ist hochwirksam bei der Verhinderung von Dissemination und viszeraler Beteiligung.


Klinische Situation Präferenz Substanz Dosierung Dauer Anpassungen Kommentar
Immunkompetente Patient:innen mit Herpes zoster Therapie der 1. Wahl wenn A (Gürtelrose) Valaciclovir 3 x 1 g p.o. Aciclovir und Valaciclovir: Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz
Aciclovir 3 x 10 mg/kg i.v.
Immunsupprimierte Patient:innen oder komplikativer Verlauf (z. B. Pneumonie, Zoster ophthalmicus) bei Immunkompetenten Therapie der 1. Wahl

wenn B (Lunge)

oder C (ZNS)

oder D (generalisiert)

Aciclovir 3 x 10 mg/kg i.v. 2 - 3 Wochen Aciclovir: Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz
Allergie/

Unverträglichkeit

Foscarnet 2 x 90 mg/kg i.v. 10 Tage Foscarnet: Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz Bei Aciclovir-Resistenz