DGI:Opportunistische Infektionen/VZV/Prophylaxe und Prävention: Difference between revisions

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==Prophylaxe und Prävention==
Die Varizellen-Schutzimpfung stellt als aktive Immunisierung die beste Vorbeugung einer Infektion mit Varizellen dar. In der Regel wird ein attenuierter Lebendvirusimpfstoff verwendet. Die Varizellen-Impfung ist seit 2004 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut für alle Kinder und Jugendliche empfohlen. Die STIKO empfiehlt allen Kindern die Varizellenimpfung mit 2 Impfstoffdosen vorzugsweise im Alter von 11 bis 14 Monaten und 15 bis 23 Monaten.
Die Varizellen-Schutzimpfung stellt als aktive Immunisierung die beste Vorbeugung einer Infektion mit Varizellen dar. In der Regel wird ein attenuierter Lebendvirusimpfstoff verwendet. Die Varizellen-Impfung ist seit 2004 von der Ständigen Impfkommission am (STIKO) Robert Koch-Institut für alle Kinder und Jugendliche empfohlen. Die STIKO empfiehlt allen Kindern die Varizellenimpfung mit 2 Impfstoffdosen vorzugsweise im Alter von 11 bis 14 Monaten und 15 bis 23 Monaten.


Zum Schutz vor Gürtelrose, deren Komplikationen und Spätfolgen ist ein adjuvantierter Herpes-zoster-subunit-Totimpfstoff (Shingrix®) erhältlich, der laut STIKO derzeit für alle Personen ab dem Alter von 60 Jahren empfohlen ist. Zudem sollten Patient*innen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung bereits ab 50 Jahren erhalten. Dazu gehören unter anderem Personen mit HIV-Infektion, rheumatoider Arthritis, systemischem Lupus erythematodes, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen oder Asthma bronchiale, chronischer Niereninsuffizienz oder Diabetes mellitus. Es werden zwei Impfdosen im Abstand von mindestens zwei bis maximal 6 Monaten verabreicht.
Zum Schutz vor Gürtelrose, deren Komplikationen und Spätfolgen ist ein adjuvantierter Herpes-zoster-subunit-Totimpfstoff (Shingrix®) erhältlich, der laut STIKO derzeit für alle Personen ab dem Alter von 60 Jahren empfohlen ist. Zudem sollten Patient:innen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung bereits ab 50 Jahren erhalten. Dazu gehören unter anderem Personen mit HIV-Infektion, rheumatoider Arthritis, systemischem Lupus erythematodes, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen oder Asthma bronchiale, chronischer Niereninsuffizienz oder Diabetes mellitus. Es werden zwei Impfdosen im Abstand von mindestens 2 bis maximal 6 Monaten verabreicht.


Die Übertragung kann bei Varizellen sowohl als Tröpfcheninfektion als auch als Kontaktinfektion erfolgen, bei lokalisiertem Herpes zoster nur als Kontaktinfektion. Eine Isolation mit Tragen einer FFP2/3-Maske ist deshalb nur bei Varizellen und generalisiertem Herpes zoster notwendig. Hygiene-Präventivmaßnahmen umfassen die Maßnahmen der Basishygiene, wie z.B. Händedesinfektion, Desinfektion von Oberflächen mit häufigem Hand-Hautkontakt und Aufbereitung der eingesetzten Medizinprodukte.
Die Übertragung kann bei Varizellen sowohl als Tröpfcheninfektion als auch als Kontaktinfektion erfolgen, bei lokalisiertem Herpes zoster nur als Kontaktinfektion. Eine Isolation mit Tragen einer FFP2/3-Maske ist deshalb nur bei Varizellen und generalisiertem Herpes zoster notwendig. Hygiene-Präventivmaßnahmen umfassen die Maßnahmen der Basishygiene, wie z.B. Händedesinfektion, Desinfektion von Oberflächen mit häufigem Hand-Hautkontakt und Aufbereitung der eingesetzten Medizinprodukte.
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Latest revision as of 09:00, 16 December 2021

Die Varizellen-Schutzimpfung stellt als aktive Immunisierung die beste Vorbeugung einer Infektion mit Varizellen dar. In der Regel wird ein attenuierter Lebendvirusimpfstoff verwendet. Die Varizellen-Impfung ist seit 2004 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut für alle Kinder und Jugendliche empfohlen. Die STIKO empfiehlt allen Kindern die Varizellenimpfung mit 2 Impfstoffdosen vorzugsweise im Alter von 11 bis 14 Monaten und 15 bis 23 Monaten.

Zum Schutz vor Gürtelrose, deren Komplikationen und Spätfolgen ist ein adjuvantierter Herpes-zoster-subunit-Totimpfstoff (Shingrix®) erhältlich, der laut STIKO derzeit für alle Personen ab dem Alter von 60 Jahren empfohlen ist. Zudem sollten Patient:innen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung bereits ab 50 Jahren erhalten. Dazu gehören unter anderem Personen mit HIV-Infektion, rheumatoider Arthritis, systemischem Lupus erythematodes, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen oder Asthma bronchiale, chronischer Niereninsuffizienz oder Diabetes mellitus. Es werden zwei Impfdosen im Abstand von mindestens 2 bis maximal 6 Monaten verabreicht.

Die Übertragung kann bei Varizellen sowohl als Tröpfcheninfektion als auch als Kontaktinfektion erfolgen, bei lokalisiertem Herpes zoster nur als Kontaktinfektion. Eine Isolation mit Tragen einer FFP2/3-Maske ist deshalb nur bei Varizellen und generalisiertem Herpes zoster notwendig. Hygiene-Präventivmaßnahmen umfassen die Maßnahmen der Basishygiene, wie z.B. Händedesinfektion, Desinfektion von Oberflächen mit häufigem Hand-Hautkontakt und Aufbereitung der eingesetzten Medizinprodukte.