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| == <span class="mw-headline" id="Klinisches_Bild" style="box-sizing: inherit;"><big style="box-sizing: inherit;">Klinisches Bild</big></span><span class="mw-editsection" style="box-sizing: inherit; user-select: none; font-size: 12px; font-weight: normal; margin-left: 1em; vertical-align: baseline; line-height: 1em; display: inline-block; white-space: nowrap; unicode-bidi: isolate; visibility: hidden; opacity: 0; transition: visibility 0s ease 0s, opacity 0.5s linear 0s;"><span class="mw-editsection-bracket" style="box-sizing: inherit; margin-right: 0.25em; color: rgb(84, 89, 93);"></span>[https://infektiopedia.de/w/index.php?title=DGI:Postexpositionsprophylaxe/Klinisches_Bild&veaction=edit§ion=T-1]<span class="mw-editsection-divider" style="box-sizing: inherit; color: rgb(84, 89, 93);"></span>[https://infektiopedia.de/w/index.php?title=DGI:Postexpositionsprophylaxe/Klinisches_Bild§ion=T-1&veaction=editsource]<span class="mw-editsection-bracket" style="box-sizing: inherit; margin-left: 0.25em; color: rgb(84, 89, 93);"></span></span> ==
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| === <span class="mw-headline" id="Epidemiologie" style="box-sizing: inherit;">Epidemiologie</span><span class="mw-editsection" style="box-sizing: inherit; user-select: none; font-size: 12px; font-weight: normal; margin-left: 1em; vertical-align: baseline; line-height: 1em; display: inline-block; white-space: nowrap; unicode-bidi: isolate; visibility: hidden; opacity: 0; transition: visibility 0s ease 0s, opacity 0.5s linear 0s;"><span class="mw-editsection-bracket" style="box-sizing: inherit; margin-right: 0.25em; color: rgb(84, 89, 93);"></span>[https://infektiopedia.de/w/index.php?title=DGI:Postexpositionsprophylaxe/Klinisches_Bild&veaction=edit§ion=T-2]<span class="mw-editsection-divider" style="box-sizing: inherit; color: rgb(84, 89, 93);"></span>[https://infektiopedia.de/w/index.php?title=DGI:Postexpositionsprophylaxe/Klinisches_Bild§ion=T-2&veaction=editsource]<span class="mw-editsection-bracket" style="box-sizing: inherit; margin-left: 0.25em; color: rgb(84, 89, 93);"></span></span> ===
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| Vermutlich durch eine Verbesserung des Impfangebots und/oder Steigerung der Impfraten geht die HBV-Infektionsinzidenz seit 2001 in Deutschland kontinuierlich zurück. Deutschland zählt mit einer HBsAg-Prävalenz von ca. 0,3% bei den 18- bis 79-Jährigen zu den Niedrigprävalenzländern. In bestimmten Risikogruppen und Personen mit Migrationshintergrund liegt die HBsAg-Prävalenz mit bis zu 3,6% z.T. deutlich höher.
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| Die HCV-Infektionsprävalenz liegt in der deutschen Allgemeinbevölkerung bei den 18- bis 79-Jährigen ebenfalls bei 0,3% (~ Prävalenz für Anti-HCV = 0,3% und Prävalenz für HCV-RNA = 0,2%). Die HCV-Infektionsprävalenz (Anti-HCV oder HCV-RNA) liegt bei einigen Bevölkerungsgruppen deutlich höher, z.B. bei Personen mit Migrationshintergrund bei 1,2-6,3%, bei Gefängnisinsassen zwischen 8,6-17,6% und bei i.v. Drogenabhängigen zwischen 23-73% (Prävalenz für anti-HCV 37-73%, Prävalenz für positive HCV-RNA 23-54%).
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| === <span id="Infektiosität" style="box-sizing: inherit;"></span><span class="mw-headline" id="Infektiosit.C3.A4t" style="box-sizing: inherit;">Infektiosität</span><span class="mw-editsection" style="box-sizing: inherit; user-select: none; font-size: 12px; font-weight: normal; margin-left: 1em; vertical-align: baseline; line-height: 1em; display: inline-block; white-space: nowrap; unicode-bidi: isolate; visibility: hidden; opacity: 0; transition: visibility 0s ease 0s, opacity 0.5s linear 0s;"><span class="mw-editsection-bracket" style="box-sizing: inherit; margin-right: 0.25em; color: rgb(84, 89, 93);"></span>[https://infektiopedia.de/w/index.php?title=DGI:Postexpositionsprophylaxe/Klinisches_Bild&veaction=edit§ion=T-3]<span class="mw-editsection-divider" style="box-sizing: inherit; color: rgb(84, 89, 93);"></span>[https://infektiopedia.de/w/index.php?title=DGI:Postexpositionsprophylaxe/Klinisches_Bild§ion=T-3&veaction=editsource]<span class="mw-editsection-bracket" style="box-sizing: inherit; margin-left: 0.25em; color: rgb(84, 89, 93);"></span></span> ===
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| HBV erreicht besonders in der Frühphase der Infektion und bei HBeAg-positiven Trägern eine hohe Konzentration von infektiösen Viruspartikeln im Blut. Es ist stabil gegenüber Austrocknung, einfachen Detergenzien, Alkohol und Temperaturschwankungen und bleibt auch nach mehr als sieben Tagen auf Oberflächen infektiös. Bei hochreplikativen HBV-Infektionen (~ HBV-DNA >100.000 Kopien/ml) sind HB-Viren (zwar mit einer ca. 1.000-10.000-fach geringeren Viruskonzentration) auch in Speichel, Samenflüssigkeit und Vaginalsekret nachweisbar. Im Stuhl und Urin ist das HBV nur in geringen Konzentrationen vorhanden. In der Spätphase einer HBV-Infektion und bei HBeAg-negativen HBV-Infizierten ist dagegen meist nur jedes 100ste bis 1.000ste Viruspartikel infektiös. | | HBV erreicht besonders in der Frühphase der Infektion und bei HBeAg-positiven Trägern eine hohe Konzentration von infektiösen Viruspartikeln im Blut. Es ist stabil gegenüber Austrocknung, einfachen Detergenzien, Alkohol und Temperaturschwankungen und bleibt auch nach mehr als sieben Tagen auf Oberflächen infektiös. Bei hochreplikativen HBV-Infektionen (~ HBV-DNA >100.000 Kopien/ml) sind HB-Viren (zwar mit einer ca. 1.000-10.000-fach geringeren Viruskonzentration) auch in Speichel, Samenflüssigkeit und Vaginalsekret nachweisbar. Im Stuhl und Urin ist das HBV nur in geringen Konzentrationen vorhanden. In der Spätphase einer HBV-Infektion und bei HBeAg-negativen HBV-Infizierten ist dagegen meist nur jedes 100ste bis 1.000ste Viruspartikel infektiös. |
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| HCV-RNA kommt ebenfalls in Blut und anderen serösen Flüssigkeiten vor. Die Virus-Konzentration im Speichel ist sehr viel niedriger. Ob in Urin, Stuhl oder Vaginalsekret infektiöse HC-Viruspartikel vorhanden sind, wird kontrovers diskutiert. HCV-Übertragungen durch die Umwelt sind selten, da das Virus bei Raumtemperatur rasch an Aktivität verliert. | | HCV-RNA kommt ebenfalls in Blut und anderen serösen Flüssigkeiten vor. Die Virus-Konzentration im Speichel ist sehr viel niedriger. Ob in Urin, Stuhl oder Vaginalsekret infektiöse HC-Viruspartikel vorhanden sind, wird kontrovers diskutiert. HCV-Übertragungen durch die Umwelt sind selten, da das Virus bei Raumtemperatur rasch an Aktivität verliert. |
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| === <span class="mw-headline" id="Klinische_Risikosituationen" style="box-sizing: inherit;">Klinische Risikosituationen</span><span class="mw-editsection" style="box-sizing: inherit; user-select: none; font-size: 12px; font-weight: normal; margin-left: 1em; vertical-align: baseline; line-height: 1em; display: inline-block; white-space: nowrap; unicode-bidi: isolate; visibility: hidden; opacity: 0; transition: visibility 0s ease 0s, opacity 0.5s linear 0s;"><span class="mw-editsection-bracket" style="box-sizing: inherit; margin-right: 0.25em; color: rgb(84, 89, 93);"></span>[https://infektiopedia.de/w/index.php?title=DGI:Postexpositionsprophylaxe/Klinisches_Bild&veaction=edit§ion=T-4]<span class="mw-editsection-divider" style="box-sizing: inherit; color: rgb(84, 89, 93);"></span>[https://infektiopedia.de/w/index.php?title=DGI:Postexpositionsprophylaxe/Klinisches_Bild§ion=T-4&veaction=editsource]<span class="mw-editsection-bracket" style="box-sizing: inherit; margin-left: 0.25em; color: rgb(84, 89, 93);"></span></span> ===
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| Gefährdete Personengruppen für eine HBV und HCV Infektion sind medizinisches Personal, Personen mit einem erhöhten nichtberuflichen Expositionsrisiko (z.B. via sexuelle Übertragung oder i.v. Drogenabusus) und Reisende in/von Hochprävalenzländern. Das Übertragungsrisiko für HBV nach Verletzung mit einer Hohlnadel liegt bei 10-30% mit einer Serokonversionsrate bis 62% (bei unselektionierten Indexpersonen 1:250), das für HCV bei 1,5-3% (bei unselektionierten Indexpersonen: 1:6.500). Ein Großteil der Fälle mit einer akuten HBV-Infektion wird unter jungen Erwachsenen beobachtet, so dass man von einem führenden Anteil sexueller Übertragungen ausgeht.
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HBV erreicht besonders in der Frühphase der Infektion und bei HBeAg-positiven Trägern eine hohe Konzentration von infektiösen Viruspartikeln im Blut. Es ist stabil gegenüber Austrocknung, einfachen Detergenzien, Alkohol und Temperaturschwankungen und bleibt auch nach mehr als sieben Tagen auf Oberflächen infektiös. Bei hochreplikativen HBV-Infektionen (~ HBV-DNA >100.000 Kopien/ml) sind HB-Viren (zwar mit einer ca. 1.000-10.000-fach geringeren Viruskonzentration) auch in Speichel, Samenflüssigkeit und Vaginalsekret nachweisbar. Im Stuhl und Urin ist das HBV nur in geringen Konzentrationen vorhanden. In der Spätphase einer HBV-Infektion und bei HBeAg-negativen HBV-Infizierten ist dagegen meist nur jedes 100ste bis 1.000ste Viruspartikel infektiös.
HCV-RNA kommt ebenfalls in Blut und anderen serösen Flüssigkeiten vor. Die Virus-Konzentration im Speichel ist sehr viel niedriger. Ob in Urin, Stuhl oder Vaginalsekret infektiöse HC-Viruspartikel vorhanden sind, wird kontrovers diskutiert. HCV-Übertragungen durch die Umwelt sind selten, da das Virus bei Raumtemperatur rasch an Aktivität verliert.