DGI:Opportunistische Infektionen/CMV/Therapie: Difference between revisions
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Bei Immunkompetenten asymptomatische | Bei Immunkompetenten asymptomatische Patient:innen ist keine spezifische Therapie erforderlich. | ||
Eine aktive CMV-Infektion führend bei '''Immunsuppression, kongenital infizierten Neugeborenen und Frühgeborenen''' wird | Eine aktive CMV-Infektion führend bei '''Immunsuppression, kongenital infizierten Neugeborenen und Frühgeborenen''' wird '''primär''' mit Ganciclovir behandelt (s. Tablette für Dosierung). | ||
Im Falle einer '''Resistenz''' ist Foscarnet oder Cidofovir geraten. | Im Falle einer '''Resistenz''' ist Foscarnet oder Cidofovir geraten. | ||
Bedeutsam ist eine '''Erhaltungstherapie''' bei Immunsupprimierten | Bedeutsam ist eine '''Erhaltungstherapie''' bei Immunsupprimierten ist Valganciclovir um Rezidive zu vermeiden. Darunter zeigen sich gehäuft ausgeprägtere Nebenwirkungen (Myelo- bzw. Nephrotoxizität). | ||
{{Hinweis/note|text=Medikamentös ist keine Viruselimination zu erreichen, es handelt sich um eine virusstatische Therapie. Aufgrund dessen ist es wichtig, falls möglich, die systemischen Immunsuppression v. a. bei Stammzell-transplantierten Patient:innen zu reduzieren bzw. bei AIDS-Patient:innen die HIV-Therapie anzupassen oder falls Therapie-naiv eine entsprechende einzuleiten.}} | |||
=====Kalkulierte Therapie===== | |||
Das '''''Therapiemonitoring''''' bei Immunsuppression erfolgt mittels CMV-Viruslast Bestimmung einmal wöchentlich bzw. pp65 Virus Antigen Nachweis. | |||
Im Falle eines klinischen Nichtansprechen oder einer anhaltenden CMV-Viruslast ist eine genotypische '''''Resistenztestung''''' primär genotypisch zu veranlassen. | |||
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Latest revision as of 21:32, 24 November 2021
Bei Immunkompetenten asymptomatische Patient:innen ist keine spezifische Therapie erforderlich.
Eine aktive CMV-Infektion führend bei Immunsuppression, kongenital infizierten Neugeborenen und Frühgeborenen wird primär mit Ganciclovir behandelt (s. Tablette für Dosierung).
Im Falle einer Resistenz ist Foscarnet oder Cidofovir geraten.
Bedeutsam ist eine Erhaltungstherapie bei Immunsupprimierten ist Valganciclovir um Rezidive zu vermeiden. Darunter zeigen sich gehäuft ausgeprägtere Nebenwirkungen (Myelo- bzw. Nephrotoxizität).
Medikamentös ist keine Viruselimination zu erreichen, es handelt sich um eine virusstatische Therapie. Aufgrund dessen ist es wichtig, falls möglich, die systemischen Immunsuppression v. a. bei Stammzell-transplantierten Patient:innen zu reduzieren bzw. bei AIDS-Patient:innen die HIV-Therapie anzupassen oder falls Therapie-naiv eine entsprechende einzuleiten.
Kalkulierte Therapie
Das Therapiemonitoring bei Immunsuppression erfolgt mittels CMV-Viruslast Bestimmung einmal wöchentlich bzw. pp65 Virus Antigen Nachweis.
Im Falle eines klinischen Nichtansprechen oder einer anhaltenden CMV-Viruslast ist eine genotypische Resistenztestung primär genotypisch zu veranlassen.