DGI:Perioperative Prophylaxe/Diagnostik: Difference between revisions
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Bei starkem Blutverlust (> 1500 mL) und Blutersatz ist eine zweite Dosis des Antibiotikums direkt nach der Gabe des Blutersatzes (v.a. zu OP-Beginn!) notwendig, ebenso ist bei langer Operationsdauer ist eine Wiederholungsdosis indiziert, in der Regel nach der doppelten Halbwertzeit des zur PAP eingesetzten Antibiotikums. | Bei starkem Blutverlust (> 1500 mL) und Blutersatz ist eine zweite Dosis des Antibiotikums direkt nach der Gabe des Blutersatzes (v.a. zu OP-Beginn!) notwendig, ebenso ist bei langer Operationsdauer ist eine Wiederholungsdosis indiziert, in der Regel nach der doppelten Halbwertzeit des zur PAP eingesetzten Antibiotikums. | ||
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Die Wiederholungsdosis wird nicht gewichtsadaptiert verabreicht und ist an die Nierenfunktion anzupassen. Bei sehr langer Operationsdauer ist bei Bedarf eine dritte PAP-Dosis zu applizieren, aktuelle Empfehlungen zum Zeitpunkt der Applikation fehlen. | Die Wiederholungsdosis wird nicht gewichtsadaptiert verabreicht und ist an die Nierenfunktion anzupassen. Bei sehr langer Operationsdauer ist bei Bedarf eine dritte PAP-Dosis zu applizieren, aktuelle Empfehlungen zum Zeitpunkt der Applikation fehlen. | ||
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Die über die OP-Dauer fortgesetzte Antibiotika-Therapie hat in der Regel keine Vorteile hinsichtlich der postoperativen Wundinfektionsrate, sondern Nachteile bezüglich einer Resistenzentwicklung mit Suppression der endogenen Flora und Selektion pathogener Erreger und soll vermieden werden. Eine erst nach Hautnaht verabreichte PAP hat keinen Einfluss auf die Inzidenz der postoperativen Wundinfektion. | Die über die OP-Dauer fortgesetzte Antibiotika-Therapie hat in der Regel keine Vorteile hinsichtlich der postoperativen Wundinfektionsrate, sondern Nachteile bezüglich einer Resistenzentwicklung mit Suppression der endogenen Flora und Selektion pathogener Erreger und soll vermieden werden. Eine erst nach Hautnaht verabreichte PAP hat keinen Einfluss auf die Inzidenz der postoperativen Wundinfektion. | ||
Latest revision as of 16:31, 16 January 2026
Indikation: Die Indikation für alle Operationen, die in dieser Handlungsempfehlung aufgelistet sind, sollten mit den chirurgischen Abteilungen konsentiert sein und keiner weiteren Rücksprache bedürfen. Müssen Abweichungen vorgenommen werden, sind diese mit den jeweiligen Operateuren im Vorfeld abzusprechen.
Die Hauptindikation der PAP sind sauber-kontaminierte bzw. kontaminierte Eingriffe. Bei den meisten aseptischen Eingriffen, ausgenommen Implantationen von größerem Fremdmaterial und herzchirurgische Eingriffe, ist keine PAP nötig. Bei stark kontaminierten (septischen) Eingriffen ist eine Therapie sinnvoll.
Zeitpunkt: 30 bis 60 Minuten vor Hautschnitt soll die Dosis appliziert sein bzw. vor Anlage der Blutsperre.
Ausnahmen: Medikamente mit längerer Infusionsdauer, siehe Tabelle.
Bei starkem Blutverlust (> 1500 mL) und Blutersatz ist eine zweite Dosis des Antibiotikums direkt nach der Gabe des Blutersatzes (v.a. zu OP-Beginn!) notwendig, ebenso ist bei langer Operationsdauer ist eine Wiederholungsdosis indiziert, in der Regel nach der doppelten Halbwertzeit des zur PAP eingesetzten Antibiotikums.
CAVE: Berechnung ab Gabe der ersten Dosis, nicht ab Inzision
Die Wiederholungsdosis wird nicht gewichtsadaptiert verabreicht und ist an die Nierenfunktion anzupassen. Bei sehr langer Operationsdauer ist bei Bedarf eine dritte PAP-Dosis zu applizieren, aktuelle Empfehlungen zum Zeitpunkt der Applikation fehlen.
Die über die OP-Dauer fortgesetzte Antibiotika-Therapie hat in der Regel keine Vorteile hinsichtlich der postoperativen Wundinfektionsrate, sondern Nachteile bezüglich einer Resistenzentwicklung mit Suppression der endogenen Flora und Selektion pathogener Erreger und soll vermieden werden. Eine erst nach Hautnaht verabreichte PAP hat keinen Einfluss auf die Inzidenz der postoperativen Wundinfektion.
| Antibiotikatherapie für PAP geeignet | Antibiotikatherapie nicht für PAP geeignet |
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| zusätzliche Dosis 30-60 min. vor Hautschnitt | zusätzliche PAP wie für OP empfohlen |