DGI:Neuroborreliose/Abstract: Difference between revisions

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Latest revision as of 17:52, 22 December 2020

Autor: Scheidhauer

Die Meningoradikulitis (Garin-Bujadoux-Bannwarth-Syndrom) ist nach dem Erythema migrans die häufigste Manifestation einer akuten Lyme-Borreliose. Kennzeichen der Radikulitis sind segmentale, vor allem nachts intensiver auftretende Schmerzen mit z. T. wechselnder Lokalisation. Zum klinischen Bild können sowohl Paresen als auch Sensibilitätsausfälle gehören.

Vor allem bei Kindern beobachtet man isolierte Meningitiden. Symptome einer Neuroborreliose können auch Hirnnervenausfälle sein (z. B. Nervus facialis mit z. T. auch bilateralem Befall, Nervus abducens etc.).

Polyneuropathien finden sich meistens in Assoziation mit der Acrodermatitis chronica atrophicans.

Das zentrale Nervensystem ist selten beteiligt. Hierbei findet sich oft ein chronisch-schleichender Verlauf der Symptomatik. Klinisch im Vordergrund steht hier eine Myelitis mit spastisch-ataktischem Gang und Blasenstörung.

Daneben existieren encephalitische Verläufe, die sich z. B. in psychiatrischen Krankheitsbildern äußern.

Sehr selten treten eine Vasculitis oder Myositis auf.