DGI:Helicobacter Pylori/Klinisches Bild: Difference between revisions

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==Klinisches Bild==
==Klinisches Bild==
===Leitsymptome===
*häufig asymptomatisch
*mgl. unspezifisch: Dyspepsie, Übelkeit und Erbrechen und epigastricher Druckschmerz und postprandialer Schmerz v. a. bei Ausprägug eines Ulkus
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===Klinische Situationen===
===Klinische Situationen===

Revision as of 06:48, 15 June 2021

Klinisches Bild

Klinische Situationen

  • Transmission nicht eindeutig geklärt mutmaßlich primär Mensch zu Mensch> oral zu oral, gastro-oral, fäkal-oral, stillen
  • Prädisposition: Suszeptibilität, Umweltassoziierte Faktoren u. a. salzreiche und/oder konservierte Nahrungsmittel, Resistenzfaktoren des Erregers, diskutiert sozioökonomische FaktorenEinnahme von bestimmten Medikamenten kann zu einer „Exerzabation“ der Helicobacter pylori Infektion führen, bzw. zu einer OGI-Blutung (z.B.NSAR (Ibuprofen), Glukosteroide (v. a. >4 Wochen z. B. Prednisolon oderBisphosphonate (Zolendronsäure)


Klinische Manifestationen, Folge-Erkrankungen:


Chronische Gastritis Typ B mit den Komplikationen:

  • Erosionen, Ulcera duodeni/ ventriculi
  • Magen-Adenokarzinom (>90% Hp-assoziierte Magenfrükkarzinome)
  • MALT-Lymphom
  • Lymphozytäre Gastritis
  • Riesenfalten-Gastritis
  • Autoimmune Gastritis
  • Mögliche extraintestinale Manifestationen:
    • Idiopathische thrombozytopenische Purpura
    • Unsicherer Zusammenhang (Urticaria, Migräne, Reizdarmsyndrom, etc.)


Seltene Sonderform: Helicobacter heilmannii Gastritis -> Zoonose durch infizierte Katzen und Hunde übertragen

  • Komplikationen: Blutungen, Perforationen, Stenose durch Narbenbildung, Malignomentwicklung, (MALT-Lymphom, Magenkarinom 0,05% d. F.) Vitamin B12-Mangel


Epidemiologie

  • Helicobacter pylori Prävalenz durchschnittlich 50% weltweit (große regionale Unterschiede insbesondere zwischen Asien/Afrika und Europa oder Nordamerika) und damit häufigste chronische bakterielle Infektionen.
  • In Deutschland sind ca. 3% der Kinder, 48% der Erwachsenen und bis zu 86% der Erwachsenen mit Migrationshintergrund infiziert.