DGI:Helicobacter Pylori/Therapie: Difference between revisions
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Revision as of 07:51, 15 June 2021
| Zurückhaltende/ keine Indikation |
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|---|---|
| Behandlung kann angeboten werden |
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| Indikation zur Behandlung |
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Antibiotikatherapien
Der Erfolg der Eradikationstherapie von H. pylori hängt von den Resistenzen gegenüber den Antibiotika ab.
Bei einer Resistent gegenüber Metronidazol von rund 40% in Deutschland, verbietet sich eine Eradikationstherapie, welche Metronidazol enthält (Ausnahme die Bismuth-Quadrupeltherapie) Die Resistenzlage gegenüber Clarithromycin ist in Deutschland ebenfalls problematisch und beträgt aktuell rund 20%. Folgendes Vorgehen wird empfohlen:
- Erstlinientherapie mit der Bismuth-Quadrupeltherapie, falls eine Clarithromycin Resistenz anzunehmen ist.
- Falls eine Clarithromycin Resistenz unwahrscheinlich ist, wird die Französische Tripeltherapie empfohlen
- Falls die Eradikation nicht erfolgreich war, dann Zweitlinientherapie mit der Bismuth-Quadrupeltherapie oder mit der Fluorochinolon-Tripeltherapie
- Falls die Eradikation erneut nicht erfolgreich sein sollte dann Resistenztestung und entsprechende Therapie
| Erstlinientherapien | Dauer | |
|---|---|---|
| Bismuth-Quadrupeltherapie | PPI 2 x tgl. 1 Standarddosis
Bismuth-Kaliumsalz/ Tetracyclin/ Metronidazol 4 x 3 Hartkapseln |
10 Tage |
| Französische Tripeltherapie | PPI 2 x tgl. 1 Standarddosis
Amoxicillin 2 x 1000 mg Clarithromycin 2 x 500 mg |
14 Tage |
| Zweitlinientherpapie | Dauer | |
| Fluorochinolon-Tripeltherapie | PPI 2 x tgl. 1 Standarddosis
Levofloxacin 500 mg oder Moxifloxacin 400 mg 1 x tgl. Amoxicillin 2 x 1000 mg |
10 - 14 Tage |
| Drittlinientherapie | Nach Resistenzbestimmung | |
| Äquivalenzdosierungen der Protonenpumpenhemmer (PPI) | ||
| Omeprazol 20 mg
Esomeprazol 20 m Pantoprazol 40 mg Lansoprazol 30 mg Rabeprazol 20 mg |
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Zusammenfassend aufgrund der zunehmenden Resistenzen, v.a. gegenüber Metronidazol, Clarythromycin und Levofloxazin, kommt der Bismuth-Quadrupel-Therapie eine überragende Bedeutung zu. Einschränkungen sind der Preis, die hohe Zahl von Tabletten und die Verträglichkeit. Aus der Perspektive der Antibiotikaresistenz ist dieses Schema jedoch als effektiver im Vergleich zu den anderen Kombinationen einzuschätzen.
Neben der Kontrolle des Eradikationserfolgs ist bei U. ventriculi eine endoskopische Kontrolle wichtig. Durch die Therapie sollte das Ulcus/die Ulcera abheilen. Tun sie dieses nicht, so muss erneut endoskopiert werden inklusiv Biopsieentnahme. Hierbei muss das Vorliegen/die Entwicklung eines Malignoms ausgeschlossen werden.