DGI:Nosokomiale Pneumonie/Abstract: Difference between revisions
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Abkürzungsverzeichnis | |||
AIDS: Acquired immunodeficiency syndrome | |||
AMT: Antimikrobielle Therapie | |||
ARDS: Acute respiratory distress syndrome | |||
ATS: American Thoracic Society | |||
BAL: ronchoalveoläre Lavage | |||
BLI: Betalaktamase-Inhibitor | |||
CAP: Community aquired pneumonia | |||
COP: Cryptogenic organizing pneumonia | |||
COPD: Chronic obstructive pulmonary disease | |||
CRE: Carbapenem-resistente Enterobacteriaceae | |||
CT: Computertomographie | |||
DD: Differenzialdiagnose | |||
ESBL: Extended spectrum betalactamases | |||
EUCAST: European committee on antimicrobial susceptibility testing | |||
FQ: Fluorquinolones | |||
G-CSF: Granulocyte colony-stimulating factor | |||
HAP: Hospital acquired pneumonia | |||
HCAP: Healthcare associated pneumonia | |||
ICU: Intensive Care Unit | |||
IL: Interleukin | |||
IST: Intensivstation | |||
KG: Körpergewicht | |||
KISS: Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System | |||
KRINKO: Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention des Robert Koch Instituts | |||
LL: Leitlinie | |||
MRE: Multiresistente Erreger | |||
MRGN: Multiresistente gramnegative Erreger | |||
MRSA: Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus | |||
MSSA: Methicillin-sensibler Staphylococcus aureus | |||
OK: Oberkörper | |||
PCT: Procalcitonin | |||
PEG: Perkutane endoskopische Gastrostomie | |||
PPI: Protonenpumpen-Inhibitor | |||
qSOFA: Quick Sepsis-Related Organ Failure Assessment | |||
Rö: Röntgen | |||
SARS-CoV-2: Severe Acute Respiratory Syndrome coronavirus type 2 | |||
SOFA: Sepsis Related Organ Failure Assessment | |||
sTREM-1: Soluble triggering receptor expressed on myeloid cells 1 | |||
VAP: Ventilator-associated pneumonia | |||
VAT: Ventilator-associated tracheobronchitis | |||
Die nosokomiale Pneumonie ist eine im Krankenhaus erworbene Pneumonie, die sich frühestens 48 h nach stationärer Aufnahme entwickelt. Nosokomiale Pneumonien des spontan atmenden Patienten müssen von solchen unter invasiver Beatmung unterschieden werden. Die meisten verfügbaren Daten beziehen sich jedoch auf die Pneumonie unter Beatmung. Zu den meist unspezifischen Symptomen und Beschwerden gehören Fieber, Husten, Dyspnoe und Verwirrtheit. Bei beatmeten Patienten kann sich die Pneumonie jedoch auch als Verschlechterung der Oxygenierung und Vermehrung von Trachealsekret äußern. Die Diagnose wird aufgrund des klinischen Bildes und Röntgenthoraxbefundes vermutet und anhand von Blutkulturen oder von gewonnenem Material aus dem unteren Respirationstrakt bestätigt. Die häufigsten Erreger sind gramnegative Stäbchen und Staphylococcus aureus. Die Therapie muss möglichst rasch aber nach entsprechender Diagnostik anhand des vermuteten bzw. nachgewiesenen Keimspektrums, den aktuellen Resistenzprofilen und bestimmten klinischen Risikofaktoren der Patienten erfolgen. Durch regelhafte Reevaluationen des Verlaufs der Erkrankung und der eintreffenden Befunde muss die Therapie entsprechend modifiziert werden. Erhöhte Risikofaktoren für Infektionen mit multiresistenten Erregern (MRE) müssen erkannt und die Therapiestrategie ggf. entsprechend angepasst werden. | Die nosokomiale Pneumonie ist eine im Krankenhaus erworbene Pneumonie, die sich frühestens 48 h nach stationärer Aufnahme entwickelt. Nosokomiale Pneumonien des spontan atmenden Patienten müssen von solchen unter invasiver Beatmung unterschieden werden. Die meisten verfügbaren Daten beziehen sich jedoch auf die Pneumonie unter Beatmung. Zu den meist unspezifischen Symptomen und Beschwerden gehören Fieber, Husten, Dyspnoe und Verwirrtheit. Bei beatmeten Patienten kann sich die Pneumonie jedoch auch als Verschlechterung der Oxygenierung und Vermehrung von Trachealsekret äußern. Die Diagnose wird aufgrund des klinischen Bildes und Röntgenthoraxbefundes vermutet und anhand von Blutkulturen oder von gewonnenem Material aus dem unteren Respirationstrakt bestätigt. Die häufigsten Erreger sind gramnegative Stäbchen und Staphylococcus aureus. Die Therapie muss möglichst rasch aber nach entsprechender Diagnostik anhand des vermuteten bzw. nachgewiesenen Keimspektrums, den aktuellen Resistenzprofilen und bestimmten klinischen Risikofaktoren der Patienten erfolgen. Durch regelhafte Reevaluationen des Verlaufs der Erkrankung und der eintreffenden Befunde muss die Therapie entsprechend modifiziert werden. Erhöhte Risikofaktoren für Infektionen mit multiresistenten Erregern (MRE) müssen erkannt und die Therapiestrategie ggf. entsprechend angepasst werden. | ||
Revision as of 13:41, 3 August 2021
Abkürzungsverzeichnis
AIDS: Acquired immunodeficiency syndrome
AMT: Antimikrobielle Therapie
ARDS: Acute respiratory distress syndrome
ATS: American Thoracic Society
BAL: ronchoalveoläre Lavage
BLI: Betalaktamase-Inhibitor
CAP: Community aquired pneumonia
COP: Cryptogenic organizing pneumonia
COPD: Chronic obstructive pulmonary disease
CRE: Carbapenem-resistente Enterobacteriaceae
CT: Computertomographie
DD: Differenzialdiagnose
ESBL: Extended spectrum betalactamases
EUCAST: European committee on antimicrobial susceptibility testing
FQ: Fluorquinolones
G-CSF: Granulocyte colony-stimulating factor
HAP: Hospital acquired pneumonia
HCAP: Healthcare associated pneumonia
ICU: Intensive Care Unit
IL: Interleukin
IST: Intensivstation
KG: Körpergewicht
KISS: Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System
KRINKO: Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention des Robert Koch Instituts
LL: Leitlinie
MRE: Multiresistente Erreger
MRGN: Multiresistente gramnegative Erreger
MRSA: Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus
MSSA: Methicillin-sensibler Staphylococcus aureus
OK: Oberkörper
PCT: Procalcitonin
PEG: Perkutane endoskopische Gastrostomie
PPI: Protonenpumpen-Inhibitor
qSOFA: Quick Sepsis-Related Organ Failure Assessment
Rö: Röntgen
SARS-CoV-2: Severe Acute Respiratory Syndrome coronavirus type 2
SOFA: Sepsis Related Organ Failure Assessment
sTREM-1: Soluble triggering receptor expressed on myeloid cells 1
VAP: Ventilator-associated pneumonia
VAT: Ventilator-associated tracheobronchitis
Die nosokomiale Pneumonie ist eine im Krankenhaus erworbene Pneumonie, die sich frühestens 48 h nach stationärer Aufnahme entwickelt. Nosokomiale Pneumonien des spontan atmenden Patienten müssen von solchen unter invasiver Beatmung unterschieden werden. Die meisten verfügbaren Daten beziehen sich jedoch auf die Pneumonie unter Beatmung. Zu den meist unspezifischen Symptomen und Beschwerden gehören Fieber, Husten, Dyspnoe und Verwirrtheit. Bei beatmeten Patienten kann sich die Pneumonie jedoch auch als Verschlechterung der Oxygenierung und Vermehrung von Trachealsekret äußern. Die Diagnose wird aufgrund des klinischen Bildes und Röntgenthoraxbefundes vermutet und anhand von Blutkulturen oder von gewonnenem Material aus dem unteren Respirationstrakt bestätigt. Die häufigsten Erreger sind gramnegative Stäbchen und Staphylococcus aureus. Die Therapie muss möglichst rasch aber nach entsprechender Diagnostik anhand des vermuteten bzw. nachgewiesenen Keimspektrums, den aktuellen Resistenzprofilen und bestimmten klinischen Risikofaktoren der Patienten erfolgen. Durch regelhafte Reevaluationen des Verlaufs der Erkrankung und der eintreffenden Befunde muss die Therapie entsprechend modifiziert werden. Erhöhte Risikofaktoren für Infektionen mit multiresistenten Erregern (MRE) müssen erkannt und die Therapiestrategie ggf. entsprechend angepasst werden.