DGI:Knochen-, Gelenks- und Protheseninfektionen/Spondylodiszitis/Therapie/Erregerspezifische Therapie: Difference between revisions
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Die Therapie der Spondylodiszitis sollte möglichst gezielt Erreger-bezogen erfolgen ([[Knochen-, Gelenks- und Protheseninfektionen#Erregerspezifische Therapie|LINK Gezielte Antibiotikatherapie von Knochen- und Gelenkinfektionen]]). Bezüglich Substanz und Therapiedauer fehlen randomisierte Studien, die Empfehlungen beruhen auf den vorhandenen Leitlinien, die sich überwiegend auf | Die Therapie der Spondylodiszitis sollte möglichst gezielt Erreger-bezogen erfolgen ([[Knochen-, Gelenks- und Protheseninfektionen#Erregerspezifische Therapie|LINK Gezielte Antibiotikatherapie von Knochen- und Gelenkinfektionen]]). Bezüglich Substanz und Therapiedauer fehlen randomisierte Studien, die Empfehlungen beruhen auf den vorhandenen Leitlinien, die sich überwiegend auf Expert:innenmeinungen bzw. Ableitungen von ähnlichen Infektionsfoci beziehen. | ||
Bei Fremdmaterial-assoziierter Spondylodiszitis sollte die Therapie bei noch vorhandenem Fremdmaterial eine biofilmaktive Substanz beinhalten (z.B. Rifampicin bzw. Fosfomycin i.v. bei Staphylokokken), wobei zu beachten ist, dass Rifampicin und Fosfomycin bei diesem Krankheitsbild niemals als Monotherapie gegeben werden sollen (Gefahr der schnellen Resistenzentwicklung). Die Entfernung/Wechsel des Implantates sollte diskutiert werden. | Bei Fremdmaterial-assoziierter Spondylodiszitis sollte die Therapie bei noch vorhandenem Fremdmaterial eine biofilmaktive Substanz beinhalten (z.B. Rifampicin bzw. Fosfomycin i.v. bei Staphylokokken), wobei zu beachten ist, dass Rifampicin und Fosfomycin bei diesem Krankheitsbild niemals als Monotherapie gegeben werden sollen (Gefahr der schnellen Resistenzentwicklung). Die Entfernung/Wechsel des Implantates sollte diskutiert werden. | ||
Bei zusätzlichem Nachweis einer Endokarditis sollte die Antibiotikatherapie entsprechend der Endokarditis-Leitlinien erfolgen und anschließend entsprechend der o.g. Empfehlungen zur Spondylodiszitis | Bei zusätzlichem Nachweis einer Endokarditis sollte die Antibiotikatherapie entsprechend der Endokarditis-Leitlinien erfolgen und anschließend entsprechend der o.g. Empfehlungen zur Spondylodiszitis Therapie verlängert werden (s. orale Anschlusstherapie). | ||
Revision as of 11:46, 31 January 2022
Die Therapie der Spondylodiszitis sollte möglichst gezielt Erreger-bezogen erfolgen (LINK Gezielte Antibiotikatherapie von Knochen- und Gelenkinfektionen). Bezüglich Substanz und Therapiedauer fehlen randomisierte Studien, die Empfehlungen beruhen auf den vorhandenen Leitlinien, die sich überwiegend auf Expert:innenmeinungen bzw. Ableitungen von ähnlichen Infektionsfoci beziehen.
Bei Fremdmaterial-assoziierter Spondylodiszitis sollte die Therapie bei noch vorhandenem Fremdmaterial eine biofilmaktive Substanz beinhalten (z.B. Rifampicin bzw. Fosfomycin i.v. bei Staphylokokken), wobei zu beachten ist, dass Rifampicin und Fosfomycin bei diesem Krankheitsbild niemals als Monotherapie gegeben werden sollen (Gefahr der schnellen Resistenzentwicklung). Die Entfernung/Wechsel des Implantates sollte diskutiert werden.
Bei zusätzlichem Nachweis einer Endokarditis sollte die Antibiotikatherapie entsprechend der Endokarditis-Leitlinien erfolgen und anschließend entsprechend der o.g. Empfehlungen zur Spondylodiszitis Therapie verlängert werden (s. orale Anschlusstherapie).