DGI:Opportunistische Infektionen/Zerebrale Toxoplasmose/Prophylaxe und Prävention: Difference between revisions
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Prophylaxe und Prävention
Bei seronegativen Schwangeren und Immunsupprimierten sind präventive Maßnahmen zur Verhinderung einer Primärinfektion sinnvoll. Hierzu zählen insbesondere der Verzicht auf Verzehr von rohem oder ungenügend gegartem Fleisch, gründliches Waschen von Rohkost vor Verzehr, gute Händehygiene vor dem Essen, insbesondere nach Kontakt mit rohem Fleisch, Sand, Erde, bei Halten von Hauskatzen kein Kontakt der betroffenen Personen mit Katzenkotkästen.
Bei seropositiven HIV-Patienten mit CD4+Zellzahl < 200/µl besteht die Indikation zur Primärprophylaxe. Medikament der ersten Wahl ist hier Cotrimoxazol 960 mg 3x/Woche. Nach allogener Stammzelltransplantation ist Cotrimoxazol, welches als Prophylaxe gegen PCP-Pneumonie gegeben wird, ebenfalls als Prophylaxe gegen Toxoplasmose effektiv. Nach Organtransplantation bestehen je nach Konstellation unterschiedliche Empfehlungen zur medikamentösen Primärprophylaxe.
Nach behandelter zerebraler Toxoplasmose besteht die Indikation zur Sekundärprophylaxe1 in halber Dosierung der Akuttherapie für mindestens 3 Monate in Abhängigkeit von Bildgebung und CD4+Zellzahl.