DGI:Vesiculae und Crustae/Abstract: Difference between revisions

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Haut-und Weichteilinfektionen, die zu einer Blasenbildung führen, können auf multiple Erreger zurückgeführt werden. Hierzu zählen unter anderem Bakterien wie Staphylokken und Streptokokken, Viren aus der Herpes-Familie und auch Parasiten der Haut. Die Blasenbildung geht im Anschluss in eine krustige Abheilung über. Oft ist eine äußerliche Therapie ausreichend. Die Ausprägung und Lokalisation des Hautbefundes sowie die Risikofaktoren des Patienten entscheiden über die Wahl der Therapie.
Haut-und Weichteilinfektionen, die zu einer Blasenbildung führen, können auf multiple Erreger zurückgeführt werden. Hierzu zählen unter anderem Bakterien wie Staphylokken und Streptokokken, Viren aus der Herpes-Familie und auch Parasiten der Haut. Die Blasenbildung geht im Anschluss in eine krustige Abheilung über. Oft ist eine äußerliche Therapie ausreichend. Die Ausprägung und Lokalisation des Hautbefundes sowie die Risikofaktoren des Patienten entscheiden über die Wahl der Therapie.


===== Impetigo contagiosa =====
=====Impetigo contagiosa=====
Die Impetigo contagiosa ist eine hochinfektiöse, bakterielle Hauterkrankung. Im Kindesalter stellt sie die häufigste kutane Infektion dar. Erreger sind zumeist Staphylokokken. Betroffen sind vor allem Gesicht und Hände, es zeigen sich typischerweise eitrige Pusteln, Bläschen und honiggelbe Krusten. Je nach Befund kann neben Hygienemaßnahmen und einer topischen Therapie auch eine systemische Antibiose indiziert sein.
Die Impetigo contagiosa ist eine hochinfektiöse, bakterielle Hauterkrankung. Im Kindesalter stellt sie die häufigste kutane Infektion dar. Erreger sind zumeist Staphylokokken. Betroffen sind vor allem Gesicht und Hände, es zeigen sich typischerweise eitrige Pusteln, Bläschen und honiggelbe Krusten. Je nach Befund kann neben Hygienemaßnahmen und einer topischen Therapie auch eine systemische Antibiose indiziert sein.
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===== Herpes Zoster =====
<span style="color: rgb(51, 51, 51)">Der Herpes Zoster (Synonym: Zoster, Gürtelrose) entsteht durch die Reaktivierung des Varicella- Zoster- Virus (VZV), das im Rahmen einer Primärinfektion im Kindesalter (in Form von Windpocken) erworben wird und in sensorischen Spinal- und Hirnnervenganglien persistiert. Dabei handelt sich um eines der häufigsten akuten Krankheitsbilder der Haut. Eine Reaktivierung kann durch Stress oder Immunschwäche ausgelöst werden und tritt typischerweise als schmerzhafte unilaterale und dermatom-bezogene Hautrötung mit Bläschen in Erscheinung. Der Blaseninhalt ist infektiös. Therapeutisch kommt eine individuell angepasste Therapie mit Analgetika und Virustatika in Frage. Besondere Situationen stellen der Befall der Kopf- Hals- Region (Zoster ophthalmicus, Zoster oticus) und die postzosterische Neuralgie dar. Seit Dezember 2018 wird die Impfung mit dem Zoster- Totimpfstoff von der STIKO als Standardimpfung für alle Personen ab 60 Jahre empfohlen.</span><br />
===== Herpes-simplex-Virus (HSV)- Infektion (LINK Herpes Simplex) =====
Die HSV- Infektion wird durch HSV-1 und HSV-2 ausgelöst. Beide HSV-Typen können orofaziale (v.a. HSV-1) und anogentiale (v.a. HSV-2) Infektionen verursachen. Man unterscheidet zwischen Primär- und Sekundärinfektion (= endogene Reaktivierung).
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Revision as of 17:55, 8 April 2021

Autorin: Michaela Kubieniec

Haut-und Weichteilinfektionen, die zu einer Blasenbildung führen, können auf multiple Erreger zurückgeführt werden. Hierzu zählen unter anderem Bakterien wie Staphylokken und Streptokokken, Viren aus der Herpes-Familie und auch Parasiten der Haut. Die Blasenbildung geht im Anschluss in eine krustige Abheilung über. Oft ist eine äußerliche Therapie ausreichend. Die Ausprägung und Lokalisation des Hautbefundes sowie die Risikofaktoren des Patienten entscheiden über die Wahl der Therapie.

Impetigo contagiosa

Die Impetigo contagiosa ist eine hochinfektiöse, bakterielle Hauterkrankung. Im Kindesalter stellt sie die häufigste kutane Infektion dar. Erreger sind zumeist Staphylokokken. Betroffen sind vor allem Gesicht und Hände, es zeigen sich typischerweise eitrige Pusteln, Bläschen und honiggelbe Krusten. Je nach Befund kann neben Hygienemaßnahmen und einer topischen Therapie auch eine systemische Antibiose indiziert sein.


Herpes Zoster

Der Herpes Zoster (Synonym: Zoster, Gürtelrose) entsteht durch die Reaktivierung des Varicella- Zoster- Virus (VZV), das im Rahmen einer Primärinfektion im Kindesalter (in Form von Windpocken) erworben wird und in sensorischen Spinal- und Hirnnervenganglien persistiert. Dabei handelt sich um eines der häufigsten akuten Krankheitsbilder der Haut. Eine Reaktivierung kann durch Stress oder Immunschwäche ausgelöst werden und tritt typischerweise als schmerzhafte unilaterale und dermatom-bezogene Hautrötung mit Bläschen in Erscheinung. Der Blaseninhalt ist infektiös. Therapeutisch kommt eine individuell angepasste Therapie mit Analgetika und Virustatika in Frage. Besondere Situationen stellen der Befall der Kopf- Hals- Region (Zoster ophthalmicus, Zoster oticus) und die postzosterische Neuralgie dar. Seit Dezember 2018 wird die Impfung mit dem Zoster- Totimpfstoff von der STIKO als Standardimpfung für alle Personen ab 60 Jahre empfohlen.

Herpes-simplex-Virus (HSV)- Infektion (LINK Herpes Simplex)

Die HSV- Infektion wird durch HSV-1 und HSV-2 ausgelöst. Beide HSV-Typen können orofaziale (v.a. HSV-1) und anogentiale (v.a. HSV-2) Infektionen verursachen. Man unterscheidet zwischen Primär- und Sekundärinfektion (= endogene Reaktivierung).