Perioperative Prophylaxe: Difference between revisions
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Revision as of 07:28, 18 June 2021
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| Kapitelinformationen | |
|---|---|
| Stand: | Juni 2021 |
| Kapitelleitung: | Irit Nachtigall |
| Autor:innen: | Jana Schroeder, Marzia Bonsignore, Arne Meißner, Friedhelm Bach, Martin Franz |
| Reviewer:innen: | Sascha Tafelski |
| Beteiligte Fachgesellschaften: | |
| Feedback: | Mitwirken |
Die perioperative Antibiotikaprophylaxe (PAP) wird kurzzeitig bei bestimmten Eingriffen eingesetzt mit dem Ziel die postoperativen Infektionskomplikationen zu verhindern oder zu reduzieren. Es handelt sich um eine Prophylaxe, keine Therapie. Bei Vorliegen einer Infektion muss die Antibiotikagabe als Therapie weitergeführt werden und eine erneute perioperative mikrobiologische Diagnostik durchgeführt werden.
Klinisches Bild
Die Indikation für alle Operationen, die in dieser Handlungsempfehlung aufgelistet sind, sollten mit den chirurgischen Abteilungen konsentiert sein und keiner weiteren Rücksprache bedürfen. Müssen Abweichungen vorgenommen werden, sind diese mit den jeweiligen Operateur:innen im Vorfeld abzusprechen.
Die Hauptindikation der PAP sind sauber-kontaminierte bzw. kontaminierte Eingriffe. Bei den meisten aseptischen Eingriffen, ausgenommen Implantationen von größerem Fremdmaterial und herzchirurgische Eingriffe, ist keine PAP nötig. Bei stark kontaminierten (septischen) Eingriffen ist eine Therapie sinnvoll.
Risikofaktoren für postoperative Wundinfektionen
| Patient:inneneigene |
Zu den patientenspezifischen Faktoren, die das Risiko für postoperative Wundinfektionen erhöhen, zählen insbesondere: hohes Lebensalter, Mangelernährung, Adipositas (BMI>30kg/m²), Diabetes mellitus (insbesondere schlecht eingestellt), Immundefizienz oder Immunsuppression, Malignomerkrankungen, Nieren- oder Leberinsuffizienz, Rauchen sowie Alkohol- und Drogenabusus, Kolonisation mit S. aureus (MSSA/MRSA), Infektionen außerhalb des OP-Gebiets, periphere Durchblutungsstörungen, Ödeme oder Lymphabflussstörung, Anämie und ASA-Score >II. (nach S3-Leitlinie PAP 2024, Tabelle 8/Abschnitt 3.2.2) | |
|---|---|---|
| Chirurgische Faktoren | präoperative |
|
| intraoperativ
|
| |
| postoperativ
|
| |
Epidemiologie
Wundklassifikation
| Kontaminationsklasse | Definition/Beispiel | SSI Risiko |
|---|---|---|
| Klasse I: Sauber (aseptisch) | Keine Eröffnung von Gastrointestinal-, Urogenital- oder Respirationstraktes; keine Entzündung |
1-2% |
| Klasse II - Sauber-kontaminiert (bedingt aseptisch) |
Saubere Operationen mit Eröffnung des Gastro-, Eröffnung von Gl-, Urogenital- oder Respirationstraktes ohne Austritt von Inhalt; Eingriffe an Schleimhäuten oder intertriginösen Arealen |
2-10 % |
| Klasse III kontaminiert | Akute, nicht eitrige Entzündung; sichtbarere Austritt von Hohlorganinhalt; OP bei frischen traumatischen Wunden | 3-15 % |
| Klasse IV - infiziert/ stark kontaminiert (septisch) | Eitrige Prozesse; Perforation von Hohlorganen; traumatische Wunden >4h | Bis 40% |
Diagnostik
Indikation: Die Indikation für alle Operationen, die in dieser Handlungsempfehlung aufgelistet sind, sollten mit den chirurgischen Abteilungen konsentiert sein und keiner weiteren Rücksprache bedürfen. Müssen Abweichungen vorgenommen werden, sind diese mit den jeweiligen Operateuren im Vorfeld abzusprechen.
Die Hauptindikation der PAP sind sauber-kontaminierte bzw. kontaminierte Eingriffe. Bei den meisten aseptischen Eingriffen, ausgenommen Implantationen von größerem Fremdmaterial und herzchirurgische Eingriffe, ist keine PAP nötig. Bei stark kontaminierten (septischen) Eingriffen ist eine Therapie sinnvoll.
Zeitpunkt: 30 bis 60 Minuten vor Hautschnitt soll die Dosis appliziert sein bzw. vor Anlage der Blutsperre.
Ausnahmen: Medikamente mit längerer Infusionsdauer, siehe Tabelle.
Bei starkem Blutverlust (> 1500 mL) und Blutersatz ist eine zweite Dosis des Antibiotikums direkt nach der Gabe des Blutersatzes (v.a. zu OP-Beginn!) notwendig, ebenso ist bei langer Operationsdauer ist eine Wiederholungsdosis indiziert, in der Regel nach der doppelten Halbwertzeit des zur PAP eingesetzten Antibiotikums.
CAVE: Berechnung ab Gabe der ersten Dosis, nicht ab Inzision
Die Wiederholungsdosis wird nicht gewichtsadaptiert verabreicht und ist an die Nierenfunktion anzupassen. Bei sehr langer Operationsdauer ist bei Bedarf eine dritte PAP-Dosis zu applizieren, aktuelle Empfehlungen zum Zeitpunkt der Applikation fehlen.
Die über die OP-Dauer fortgesetzte Antibiotika-Therapie hat in der Regel keine Vorteile hinsichtlich der postoperativen Wundinfektionsrate, sondern Nachteile bezüglich einer Resistenzentwicklung mit Suppression der endogenen Flora und Selektion pathogener Erreger und soll vermieden werden. Eine erst nach Hautnaht verabreichte PAP hat keinen Einfluss auf die Inzidenz der postoperativen Wundinfektion.
| Antibiotikatherapie für PAP geeignet | Antibiotikatherapie nicht für PAP geeignet |
|---|---|
| zusätzliche Dosis 30-60 min. vor Hautschnitt | zusätzliche PAP wie für OP empfohlen |
Erreger
Kolonisierende Mikroorganismen in Abhängigkeit der Lokalisation
| Körperstelle | Mikroorganismen |
|---|---|
| Nase | Staphylococcus aureus, Streptococcus pneumoniae, Neisseria meningitidis |
| Oberer Respirationstrakt | Streptococcus pneumoniae, Haemophilus influenzae |
| Mund/Oropharynx | Streptococcus sp., Bacteroides sp. (außer B. fragilis) , Fusobacterium spp., Peptostreptococcus spp., Actinomyces spp. |
| Gastroduodenal | Escherichia coli, Proteus sp., Klebsiella spp., Enterococcus spp. |
| Kolorektal | Escherichia coli, Klebsiella sp., Enterobacter spp., Bacteroides fragilis, Peptostreptococcus spp., Enterococcus spp |
| Gallenwege | Escherichia coli, Klebsiella sp., Proteus spp., Enterococcus spp., Clostridioides spp. |
| Harnwege | Escherichia coli, Klebsiella spp., Proteus spp., Enterobacter spp., Enterococcus spp. |
| Haut | Staphylococcus aureus, Staphylococcus epidermidis, Cutibacterium acnes, Corynebacterium spp. |
Therapie
Zeitpunkt: 30 bis 60 Minuten vor Hautschnitt soll die Dosis appliziert sein bzw. vor Anlage der Blutsperre.
Ausnahmen: Medikamente mit längerer Infusionsdauer, siehe Tabelle.
Eine intraoperative Wiederholung der Antibiotikagabe ist nach einem größeren Blutverlust (>1 Liter) oder bei länger dauernden Eingriffen (ein- bis zweifache Halbwertszeit der Substanz) indiziert (siehe Tabelle).
Die über die OP-Dauer fortgesetzte Antibiotika-Therapie hat in der Regel keine Vorteile hinsichtlich der postoperativen Wundinfektionsrate, sondern Nachteile bezüglich einer Resistenzentwicklung mit Suppression der endogenen Flora und Selektion pathogener Erreger und soll vermieden werden.
Eine erst nach Hautnaht verabreichte PAP hat keinen Einfluss auf die Inzidenz der postoperativen Wundinfektion.
PAP bei laufender Antibiotikatherapie
| Antibiotikatherapie für PAP geeignet |
Antibiotikatherapie nicht für PAP geeignet |
|---|---|
|
|
Perioperative Antibiotika-Prophylaxe
| Eingriffe | Operationen | Antibiotika |
|---|---|---|
| Chirurgische / Viszeralchirurgische Eingriffe | Kolorektale Eingriffe (Resektionen, Kolotomien, AP-Anlage/Rückverlegung, Rektumamputation, Bypässe) falls Darmvorbereitung durch Abführen: Selektive Darmdekontamination |
Cefuroxim 1,5g i.v. + Metronidazol 500mg i.v.
Cave: regionale Resistenzlage für E. coli beachten, wenn möglich Ampicillin/Sulbactam 3g i.v. bevorzugen Neomycin 1g 8-stdl. p.o. + Metronidazol 400mg 8-stdl. po., 1-2 Tage präoperativ zusätzlich zur o.g. PAP |
| Appendektomie | Cefuroxim 1,5g i.v. + Metronidazol 500mg i.v. | |
Eingriffe an Leber, Pankreas, Gallenwege, offene CHE
|
Cefuroxim 1,5g i.v. + Metronidazol 500mg i.v.
Cefuroxim 1,5g i.v. (+ Metronidazol 500mg i.v. bei Risikofaktoren) Piperacillin/ Tazobactam 4,5g
| |
|
Piperacillin/ Tazobactum 4,5g (meist über OP hinaus, da Therapie!)
Piperacillin/ Tazobactum 4,5g (bis zum Vorliegen des intraop. Gallenwegsabstriches)
| |
Eingriffe an Ösophagus, Magen, Dünndarm
|
Cefuroxim 1,5g i.v.
Cefuroxim 1,5g i.v. + Metronidazol 500mg i.v. | |
| Herniotomie mit Netzimplantation |
Cefazolin 2g i.v. | |
| Schilddrüseneingriffe mit Sternotomie |
Cefuroxim 1,5g i.v. + Metronidazol 500mg i.v. | |
| Proktologische Eingriffe (z.B. Hämorrhoiden, Fisteln, Abszesse) |
Im Regelfall keine PAP erforderlich. Bei ausgedehntem Befund perioperative Therapie | |
| Endoskopische Eingriffe |
ERCP mit Interventionen bei z.B. Cholestase; Endoskopische Punktion zystischer Läsionen |
Cefuroxim 1,5g i.v. + Metronidazol 500mg i.v. |
PEG-Anlage
|
Im Regelfall keine PAP erforderlich Cefazolin 2g i.v.; Cefuroxim 1,5g i.v. | |
| Ösophagusvarizen ohne Blutung |
Im Regelfall keine PAP erforderlich | |
| Radiofrequenzablation (RFA) |
Individuelle Fallentscheidung vor Ort | |
| Kardio-/Gefäßchirurgische Eingriffe |
Aortocoronarer Bypass1), Klappenersatzoperationen1) (incl.transfemorale-,apikale Klappenimplantation), Herztransplantationen1) |
Cefuroxim 1,5g i.v.; Cefazolin 2g i.v.
Bis zu 24h möglich, Evidenz für Gabe über OP hinaus unklar (vgl. WHO Guidelines) |
| Eingriffe | Operationen | Antibiotika |
|---|---|---|
| Eingriffe |
Arterielle Eingriffe der unteren Extremität und Aorta; Implantationen von Gefäßprothesen der großen arteriellen Gefäße (z.B. Aortenstent); Shuntoperationen (Rezidiv) | Cefuroxim 1,5g i.v.; Cefazolin 2g i.v. |
| Rezidiv Varikosis |
Cefuroxim 1,5g i.v.; Cefazolin 2g i.v | |
| Schrittmacher, Port |
Cefuroxim 1,5g i.v.; Cefazolin 2g i.v |
CAVE: Immer ab 120kg KG bzw. BMI > 35: Cefuroxim/Cefazolin 3g
| Eingriffe | Operationen | Antibiotika |
|---|---|---|
| Thoraxchirurgische Eingriffe |
Thorakoskopische Eingriffe, Thorakotomie und lungenresezierende Eingriffe, Operationen an der Brustwand sowie des Mediastinums | *Cefuroxim 1,5g i.v.; Ampicillin-Sulbactam 3g i.v
*Bei entsprechender Indikation + Metronidazol 500g i.v. |
| Geburtshilfe und Gynäkologische Eingriffe |
Radikale Eingriffe; abdominelle Hysterektomie (Laparoskopische Eingriffe; LASH; TLH), vaginale Hysterektomie |
soll: Cefuroxim 1,5g i.v.; Cefazolin 2g i.v.
(bei drohender oder geplanter Darmeröffnung Metronidazol 0,5 g i.V. dazu geben) |
| Inkontinenzchirurgie |
kann insb. bei Band/ Netz Implantation: Cefuroxim 1,5g i.v.; Cefazolin 2g i.v. | |
| Operative Hysteroskopien (Chromopertubation, Sterilitätsoperation) |
Soll: Cefuroxim 1,5g i.v.; Cefazolin 2g i.v. | |
| Diagnostische Hysteroskopien |
Im Regelfall keine PAP erforderlich | |
| Mammachirurgie |
Soll: Cefuroxim 1,5g i.v.; Cefazolin 2g i.v. | |
| Diagnostische Mammapunktionen: Hochgeschwindigkeitsstanze, stereotaktisch gesteuerte Vakuumbiopsie | Im Regelfall keine PAP erforderlich | |
| Vaginale Entbindung z.B. bei Nachtastung, Nachblutung in der Episiotomie | Im Regelfall keine PAP erforderlich. Assistierte vaginale Geburt --> PAP kann erwogen werden; Dammrisse III/IV --> PAP empfohlen (z.B. Cefuroxim 1,5g i.v.)br /> | |
| Kaiserschnittentbindung |
PAP vor Hautschnitt 1. Wahl Cefazolin 2g i.v.,
Alternative Cefuroxim 1,5g i.v. | |
| Schwangerschaftsabbruch (Interruptiones und Abortabrasiones) |
Bei operativem Schwangerschaftsabbruch -->
PAP empfohlen; Cefuroxim 1,5g i.v.; Cefazolin 2g i.v. | |
| Implantation von alloplastischen Material |
Cefuroxim 1,5g i.v.; Cefazolin 2g i.v. | |
| HNO/MKG-Eingriffe |
Komplexe Septorhinoplastik | Cefuroxim 1,5g / Cefazolin 2g; Alternative Clindamycin 600mg; Soll-PAP |
| Einfache Septorhinoplastik | Keine PAP | |
| Septumkorrektur | Keine PAP | |
| NNH-OP mit Duraöffnung | Cefuroxim/ Cefazolin; Alternative Clindamycin; Soll-PAP | |
| NNH-OP ohne Duraöffnung | Keine PAP | |
| Revision NNH-OP | Cefuroxim/ Cefazolin; Alternative Clindamycin; Sollte-PAP | |
| Dakryozystorhinostomie | Keine PAP; bei Infekt: Einmaldosis möglich | |
| Schädelbasis-OP | Cefuroxim/ Cefazolin; Alternative Clindamycin; Sollte-PAP | |
| Cholesteatom / drainierendes Ohr | Cefuroxim/ Cefazolin; Alternative Clindamycin; Sollte-PAP | |
| Saubere Otologie (Tympanoplastik, Stapesplastik, Stapedektomie) | Keine PAP | |
| Cochlea-Implantat | Cefuroxim/ Cefazolin; ALternative Clindamycin;
Einmalgabe; Soll-PAP | |
| Tumorresektion Kopf/ Hals | Cefuroxim + Metronidazol; Alternative Clindamycin; Soll-PAP | |
| Neck-Dissection sauber | Keine PAP | |
| Neck-Dissection bei Tumorresektion | Cefuroxim/ Cefazolin; ALternative Clindamycin, Soll-PAP | |
| Speicheldrüsen-OP | Keine PAP | |
| Lymphadenektomie/ Halszysten | Keine PAP | |
| Adenotomie/ Tonsillektomie/ Tonsillotomie | Keine PAP | |
| Parazentese/ Paukendrainage | Keine PAP |
CAVE: Immer ab 120kg KG bzw. BMI > 35: Cefuroxim/Cefazolin 3g
| Eingriffe | Operationen | Antibiotika |
|---|---|---|
| HNO/MKG-Eingriffe |
Alternative bei ß-Laktam-Allergie: Clindamycin 600mg (900mg bei KG > 80kg) i.v. über 30 min | |
| Es gibt keine Evidenz für positive Effekte einer „prolongierten perioperativen Prophylaxe“ über mehr als 24h, auch bei HNO-Eingriffen! KEINE prophylaktische Antibiotikagabe über mehrere Tage, selbst bei großen Tumor-Eingriffen | ||
| KEINE systematische, prophylaktische Antibiotikatherapie bei Nasentamponade (insb. bei NT <3 Tage) | ||
| Cave: immer ab 120kg KG bzw. BMI > 35: Cefuroxim/ Cefazolin 3 Eingriffe |
Operationen |
Antibiotika |
|---|---|---|
| Neurochirurgische Eingriffe |
Liquor-Shunt-Operationen, ICP-Sonde |
Cefuroxim 1,5g i.v.; Cefazolin 2g i.v. |
| Spinalchirurgie |
Cefuroxim 1,5g i.v.; Cefazolin 2g i.v. | |
| Kraniotomie; Kranioplastik Kranioplastik |
Cefuroxim 1,5g i.v.; Cefazolin 2g i.v. | |
| Ophthalmologische Eingriffe |
Kataraktoperation Andere intraokulare Eingriffe Extraokulare Eingriffe/ DCR Offene Augapfelverletzung mit FK Offene Augapfelverletzung ohne FK |
Cefuroxim 1mg intracameral, Keine topische PAP
Cefuroxim 1 mg intracameral, Keine topische PAP Cefuroxim intracameral möglich (Kann-PAP) Keine PAP, bei Infekt Einmaldosis möglich Systemisch Ceftazidim + Vancomycin + intraokulare Gabe, Soll-PAP Breitspektrum-PAP möglich, individuelle Entscheidung |
| Orthopädisch-/Traumatologisch- / Handchirurgische Eingriffe |
Große Gelenkendoprothesen (Knie, Hüfte, Schulter) |
Cefazolin 2g i.v.; Soll-PAP |
| Wirbelsäulenchirurgie mit oder ohne Implantat |
Cefuroxim 1,5g i.v.; Cefazolin 2g i.v. | |
| Offene und größere athroskopische Gelenkeingriffe (z.B. Kreuzbandplastik) |
Cefazolin 2g i.v. | |
| Kleine arthroskopische Operationen | Keine PAP | |
| Offene Frakturen mit Weichteilschaden/ schwere Hand-verletzungen mit Gewebszerreißungen, Gliedmaßenreplantation* |
Cefuroxim 1,5g i.v. +/- Metronidazol 0,5g i.v. (je nach Verschmutzungsgrad der Wunde) * Bei primären Wundverschluss nur PAP und keine Therapie, da keine Infektion, nur Besiedlung vorliegt. Bei stark kontaminierten, septischen Wunden, z.T. sekundären Wunden (siehe Wundklassifikation), schweren Handverletzungen mit Gewebszerreißungen und -quetschungen, Gliedmaßenreplantation, ikalkulierte Antibiotika-Therapie für 3 Tage mit Cefuroxim | |
| Geschlossene Frakturen mit Implantaten
Offene Endgliedfraktur, Kirschner-Draht |
Cefazolin 2g i.v.
Keine PAP | |
| Major Amputationen (Extremitäten) |
Cefuroxim 1,5g i.v. + Metronidazol 0,5g i.v. | |
| Dermatologische Eingriffe | ||
| Einfache excisionale Hautchirurgie (Klasse I) | Keine PAP | |
| Intertriginöse Areale/ Mukosa (Achsel, Inguinal, Perineum, Nasenschleimhaut) | PAP kann erwogen werden | |
| Entzündete/ traumatische Läsionen (Klasse III) | Soll: Cefazolin 2g i.v. | |
| Nekrose/ eitrige Prozesse (Klasse IV) | Soll: Therapie nicht PAP | |
| Implantate/ synthetisches Material | Soll: Cefazolin 2g i.v. | |
| Große Tumorchirurgie |
Cefuroxim 1,5g i.v.;
Soll: Cefazolin 2g i.v. | |
| Haut- und Weichteilchirurgie |
Keine primären PAP nötig, bei ausgedehnter Chirurgie ggf. Cefuroxim 1,5g i.v.;
Cefazolin 2g i.v. |
CAVE: Immer ab 120kg KG bzw. BMI > 35: Cefuroxim/Cefazolin 3g
| Eingriffe | Operationen | Antibiotika |
|---|---|---|
| Endo-Urologische Eingriffe |
Ureterorenoskopie |
Nur Risikopatienten (komplizierter Ureterstein; langfristig einliegender Katheter)
Cefuroxim 1,5g i.v. |
| Percutane Nephrolitholapaxie |
Cefuroxim 1,5g i.v. Alternative: Ampicillin/Sulbactam 2/1g i.v. | |
| Blasensteinlithotripsie |
Im Regelfall keine PAP notwendig | |
| TUR-P (außer „low risk/ small size“) | Cefuroxim 1,5g i.v. Alternative: Ceftriaxon 2g i.v. | |
| TUR-B; Urethrotomie; ESWL (unauffälliger Urinbefund obligat) |
PAP kann bei elektiver TUR-B erwogen werden und sollte bei Hochrisikopatienten erfolgen. | |
| Urologische Diagnostische Eingriffe |
Prostatabiopsie transrektal |
Ceftriaxon 2g i.v. oder Cefixim 400 mg p.o. über 3 Tage (24h prä- bis 2d postinterventionell)
Alternative: Gentamicin 3mg/kg i.v. oder Amikacin 15 mg/kg i.m., i.v.Bei Z.n. vorausgegangenen transrektalen Prostatabiopsien: Rektalabstrich und ggf. testgerechte Antibiotikatherapie nach Befund |
| Prostatabiopsie perineal |
Cefuroxim 1,5g i.v., Alternative: Ampicillin/Sulbactam 2/1g i.v. | |
| Zystoskopie; Urodynamik; diag. URS (unauffälliger mikrobiologischer Urinbefund obligat) |
Im Regelfall keine PAP notwendig. | |
| Laparoskopische Eingriffe in der Urologie |
partielle Nephrektomie und Nephroureterektomie sowie die einfache Nephrektomie bei benigner
Grunderkrankung (Schrumpfniere, etc.). |
Im Regelfall keine PAP notwendig. |
| elektive laparoskopische (bzw. roboterassistierte) radikale Nephrektomie, Prostatektomie |
Cefuroxim 1,5g i.v.
Alternative: Ceftriaxon 2g i.v. bzw. bei radikaler Prostatektomie Piperacillin/ Tazobactam 4,5g i.v.
| |
| Zystektomie |
Cefuroxim 1,5g i.v. (je nach OP-Zeit ggf. wiederholt); Alternativ: Ceftriaxon 2g i.v. |
CAVE: Immer ab 120kg KG bzw. BMI > 35: Cefuroxim/Cefazolin 3g
| Eingriffe | Operationen | Antibiotika |
|---|---|---|
| Urologische offene Eingriffe |
Ohradikale Nephrektomie | Cefuroxim 1,5g i.v. |
| radikale Prostatektomie |
Cefuroxim 1,5g i.v., Alternative: Ceftriaxon 2g i.v. bzw. Piperacillin/ Tazobactam 4,5g i.v. | |
| Zystektomie |
Cefuroxim 1,5g i.v. | |
| CAPD-Katheter |
Implantation |
Vancomycin 1x15mg/kg KG i.v. über 1h pro Gramm Vancomycin |
CAVE: Kontraindikationen bei Chinolonen beachten. Erregernachweis heranziehen, danach AB-Entscheidung.
Multi- und panresistente Erreger (MRE) z.B. MRSA-, MRGN-Besiedlung
Indikation
Nach den Empfehlungen der geplanten Prozedur. Anpassung der PAP in Abhängigkeit von Erreger, Resistenz, Wirtsfaktoren, geplanter OP und Lokalisation des Erregerreservoirs
| MRSA-Besiedlung | Grundsätzlich ist bei bekanntem MRSA ein Sanierungsversuch erforderlich; Bei MRSA-Besiedelten Patienten soll eine Erweiterung des Standard-PAP durch Vancomycin vorgenommen werden. |
|---|---|
| 3-MRGN-Besiedlung |
Rücksprache Mikrobiologie, ABS-Team |
| 4-MRGN-Besiedlung |
Rücksprache Mikrobiologie, ABS-Team |
PAP bei Allergie gegen Beta-Laktam-Antibiotika
1. Unterscheidung laut S3-Leitlinie
A. Bestätigte Penicillinallergie
<math>\rightarrow</math>dermatologisch/allergologisch diagnostiziert (Hauttest, ggf. Provokation).
B. Berichtete/vermutete Penicillinallergie
<math>\rightarrow</math>reine anamnestische Angabe ohne objektiven Nachweis.
2. Risiken des Ausweichens auf Alternativantibiotika
- Häufig Einsatz von Breitspektrum-AB (Vancomycin, Fluorchinolone, Clindamycin)
<math>\rightarrow</math>höhere Resistenzentwicklung, mehr Nebenwirkungen, schlechtere Wirksamkeit.
- Da PAP meist nicht dringlich ist, sollte zunächst immer eine Allergieeinschätzung erfolgen.
3. Kreuzreaktionen
- Penicilline <math>\leftrightarrow</math> Cephalosporine
o Aminocephalosporine mit identischer/ähnlicher Seitenkette: 16,5 %
o Cephalosporine mit ähnlicher Seitenkette: 5,6 %
o Cephalosporine ohne ähnliche Seitenkette: 2,1 %
- Carbapeneme: 0,87 %
- Aztreonam: sicher, außer bei Ceftazidim-Allergie (gleiche Seitenkette).
4. Klinische Einschätzung der Penicillinallergie
1) Allergieanamnese
- detailliert nach Symptomen, Zeitpunkt, Verlauf
- Abstand zwischen Einnahme und Reaktion
- Wie lange liegt die Reaktion zurück?
2) Einordnung der Reaktionsart
Sofort-/Frühreaktion (Typ I, <1-6h)
- Schwer: Anaphylaxie, Angioödem, großflächige Urtikaria, Blasenbildung, Bewusstseinstrübung, Larynxödem, Bronchospasmus, schwere Dyspnoe, Hypotension, Kollaps, Schock
- Nicht schwer: Hautrötung, Pruritus, leichte Urtikaria, keine Blasenbildung, Rhinorrhoe, Heiserkeit, Kopfschmerzen, Unruhe
Spätreaktion (Typ IV, >6h-Tage/Wochen)
- Schwer: Schwere Hautreaktion (Bullae), großflächiges makulopapulöses Exanthem (MPE), Beteiligung der Schleimhäute, Gesichtsödem, Hautausschlag mit systematischen Reaktionen, Fieber, Bsp DRESS, SJS, TEN
- Nicht schwer: Isolierte Exantheme (papulös, makulopapulös). Pruritus, Pusteln ohne Hinweis auf Histamin-Freisetzung, keine Blasenbildung
5. Situationen, in denen β-Lactam-Antibiotika strikt zu vermeiden sind
- Intensivstationspflichtige β-Lactam-Reaktion
- Typ-IV-Reaktionen mit:
o interstitieller Nephritis
o Hepatitis
o hämolytischer Anämie
- Schwere Hautreaktionen:
o interstitieller Nephritis
o Hepatitis
o hämolytischer Anämie
- DRESS-Syndrom
6. Empfehlungen für die perioperative Antibiotika-Prophylaxe (PAP)
A. Berichtete/ vermutete Penicillinallergie (ohne schwere Reaktionen)
<math>\rightarrow</math>In der überwiegenden Zahl ungefährlich.
- Cefazolin und Cefuroxim:
<math>\rightarrow</math>mit minimalem Risiko verwendbar
<math>\rightarrow</math>sofern keine schweren T-Zell-vermittelten Hautreaktionen/ systemischen Reaktionen in der Anamnese bestehen.
- Cephalosporine der 3. Generation:
<math>\rightarrow</math>ebenfalls verwendbar bei nicht schwerer Anamnese.
- Carbapeneme:
<math>\rightarrow</math>sicher einsetzbar ohne vorherige Tests.
- Aztreonam:
<math>\rightarrow</math>sicher, wenn keine Ceftazidim-Allergie vorliegt.
B. Bestätigte Penicillinallergie
- Empfohlen:
<math>\rightarrow</math>allergologische Abklärung/ Provokationstest, falls klinisch vertretbar.
1) Sofort-/Frühreaktion (Typ I,<1-6h)
a) Schwere Reaktion (z.B. Anaphylaxie, Angioödem, Schock)
- Aztreonam:
CAVE: nur wirksam gegen Enterobacterales
- Nicht-β-Lactame:
- Carbapeneme: nur nach Provokationstest oder unter enger klinischer Überwachung
- Nicht verwenden:
o keine Penicilline
o keine Cephalosporine
b) Leichte Reaktion (z.B. Pruritus, leichte Urtikaria, ohne systemische Beteiligung)
- Cephalosporine, die nicht kreuzreagieren (keine identischen/ ähnlichen Seitenketten)
- Carbapeneme
- Aztreonam
- Nicht verwenden:
o keine Penicilline
o keine Cephalosporine, die kreuzreagieren
2) Spätreaktion/ verzögerte Reaktion (Typ IV, >6h-Tage/Wochen)
a) Schwere Reaktion (z.B. SJS, TEN, DRESS, AGEP, MPE mit Schleimhautbeteiligung)
- Nicht β-Lactame:
o Fluorchinolone
o Clindamycin
o Vancomycin
- Nicht verwenden:
o keine β-Laktam-Antibiotika (Penicilline, Cephalosporine, Carbapeneme, Aztreonam)
b) Leichte Reaktion (isolierte makulopapulöse Exantheme, Pruritus)
- Cephalosporine, die nicht kreuzreagieren
- Aztreonam
- Carbapeneme
- Nicht verwenden:
o keine Penicilline
o keine kreuzreagierenden Cephalosporine
Prophylaxe und Prävention
Endokarditis-Prophylaxe
- Grundlage
- 2023 ESC Guidelines for the management of infective Endocarditis
- Task force for the Management of Infective Endocarditis of the European Society of Cardiology
- Wer:
- Wird nur für Hochrisikopatient:innen empfohlen ⓘDazu gehören:
- Patient:innen mit chirurgisch implantierten Herzklappenprothesen und mit jedweden Materialien, die zur chirurgischen Herzklappenrekonstruktion verwendet werden
- Patient:innen mit kathetergestützter Implantation einer Aorten- oder Pulmonalklappenprothese
- Patient:innen mit überstandener Endokarditis
- unbehandelte zyanotischen angeborenen Herzfehlern und bei Patienten, die chirurgisch oder mittels kathetergestützte Verfahren mit postoperativen palliativen Shunts, Conduits oder anderen Prothesen behandelt werden
Wenn nach chirurgischer Rekonstruktion keine Restdefekte oder Klappenprothesen vorhanden sind, wird eine Antibiotikaprophylaxe nur für die ersten 6 Monate nach dem Eingriff empfohlen
- bei Patient:innen mit ventrikulären Unterstützungssystemen
- bei Patient:innen mit kathetergestützter Mitral- und Trikuspidalklappenrekonstruktion sollte eine Endokarditis-Prophylaxe erwogen werden
- bei herztransplantierten Patient:innen kann eine Endokarditis-Prophylaxe erwogen werden
Keine Endokarditis-Prophylaxe für alle anderen Patient:innen mit geringem Risiko für eine infektiöse Endokarditis
- Wannⓘ:
- Zahnärztliche Eingriffe
- Endokarditis-Prophylaxe empfohlen bei Zahnextraktionen, oralchirurgische Eingriffen, Eingriffen/ Manipulationen an der Gingiva, der periapikalen Zahnregion
- invasive diagnostische oder therapeutische Verfahren in den Bereichen der Atemwege, Ohren, Magen-Darm-Trakt, Urogenitaltrakt, Haut oder Bewegungsapparat
- Endokarditis-Prophylaxe kann bei Hochrisikopatient:innen erwogen werden
- Zahnärztliche Eingriffe
PAP und Endokarditis-Prophylaxe
Liegt eine Indikation zur Endokarditis-Prophylaxe vor, werden - anstelle der oben empfohlenen Antibiotika – bevorzugt Substanzen mit Enterokokken-Wirksamkeit eingesetzt:
| Antibiotika zur PAP | Empfohlene (Ersatz-) Substanz bei Indikation zur Endokarditis-Prophylaxe |
|---|---|
| Ohne PAP-Indikation | Ampicillin 2g i.v. |
| Cefazolin / Cefuroxim | Ampicillin-Sulbactam 3g i.v. |
| Cefazolin / Cefuroxim + Metronidazol | Ampicillin-Sulbactam 3g i.v. |
| ß-Laktam-Allergie | Empfohlene (Ersatz-) Substanz bei Indikation zur Endokarditis-Prophylaxe |
|---|---|
| Ohne PAP | Clindamycin 600mg i.v./p.o |
| Cefazolin / Cefuroxim (ohne Gastrointestinaltrakt) | Clindamycin 600mg i.v./p.o |
| Cefazolin / Cefuroxim +/- Metronidazol | Vancomycin 1g i.v. + Ciprofloxacin 400 mg i.v. +/- Metronidazol 500 mg i.v. |
https://leitlinien.dgk.org/files/10_2023_pocket_leitlinien_endokarditis.pdf
Antibiotika für die perioperative Antibiotika- und Endokarditis-Prophylaxe
| Antibiotikagruppe | Substanz | Dosis/Applikations-art | Applikation als Infusion | Zeitpunkt der Gabe | Intervall für 2.Dosis** |
|---|---|---|---|---|---|
| Aminopenicillin |
Ampicillin |
1 x 2g i.v. | Infusionsende 30 min vor Schnitt |
> 3 h OP-Dauer | |
| Aminopenicillin +
ß-Lakt.-Inhibitor (BLI) |
Amoxicillin + Clavulan-Säure
Ampicillin + Sulbactam |
1 x 875/125mg p.o. 1 x 3g i.v. |
30 min |
120 min vor Schnitt*
Infusionsende 30 min vor Schnitt |
> 3 h OP-Dauer
2h |
| gezielte Carbapenem-Prophylaxe |
Imipenem ⓘ
Meropenem |
1 x 1g i.v.
1 x 1g i.v. |
30 min | Infusionsende 30 min vor Schnitt |
2h |
| Cephalosporin Gruppe 1 |
Cefazolin |
1 x 2g i.v bei KG
≥100-120kg 1 x 3g i.v. |
30 min | Infusionsende 30 min vor Schnitt |
3-4h |
| Cephalosporin Gruppe 2 |
Cefuroxim |
1 x 1,5g i.v bei KG
≥100-120kg 1 x 3g i.v. |
30 min | Infusionsende 30 min vor Schnitt |
3-4h |
Sonderindikationen
| Antibiotikagruppe | Substanz | Dosis/Applikations-art | Applikation als Infusion | Zeitpunkt der Gabe | Wiederholungsgabe** |
|---|---|---|---|---|---|
| Cephalosporin Gruppe 3a |
Ceftriaxon |
1x2g i.v. | 30 min | Infusionsende 30 min vor Schnitt |
keine Dosiswiederholung |
| Fluorchinolon Gruppe 2 |
Ciprofloxacin |
1 x 400mg i.v. | 30-60 min | 90-120 min vor Schnitt* Infusionsende 30 min vor Schnitt |
8 h |
| Fluorchinolon Gruppe 3 |
Levofloxacin |
1 x 500mg p.o. | 30-60 min | 90-120 min vor Schnitt* |
keine Dosiswiederholung |
| Glykopetid |
Vancomycin ** |
≤80 kg KG1 x 1g i.v.
81-90 kg KG 1x1,5 g ˃90 kg KG 1x2 g |
60 min
90 min 2 h |
Infusionsende 30 min vor Schnitt |
8h |
| Folat-Antagonist |
Cotrimoxazol |
1 x 960mg p.o. | 30-60 min | 30-60 min vor Schnitt | keine Dosiswiederholung |
| Lincosamid |
Clindamycin |
1 x 600mg i.v.
˃120 kg KG 1x 900 mg |
20-30 min | Infusionsende 30 min vor Schnitt |
6 h |
| Nitroimidazol |
Metronidazol |
1 x 500 mg i.v.
≥100-120 kg 1 x 1 g |
20-30 min | Infusionsende 30 min vor Schnitt |
8 h |
* Maximaler Serumspiegel bei normaler enteraler Resorption
** Infusionsdauer > 1 h, ansonsten Gefahr von „Red-Man-Syndrom“ (Hautrötung u. Schwellung im Kopf-Hals-Bereich, die wie eine Allergie imponieren kann)
*** In Abhängigkeit von der Halbwertszeit bei normaler Nierenfunktion
Angaben Halbwertzeiten: Mandell, Douglas and Bennetts: Principles and Practise of Infectious Disease. Elsevier Inc. 2009, Fachinformationen
Quellen
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- Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie e.V. (Hrsg.): S3-Leitlinie Perioperative und Periinterventionelle Antibiotikaprophylaxe - Aktualisierung 2024. Langversion, 5.0. AWMF Registernummer: 067/009; verfügbar unter https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/067-009
- Leitlinie: S2k-Leitlinie: Diagnostik bei Verdacht auf eine Betalaktamantibiotika-Überempfindlichkeit https://www.springermedizin.de/content/pdfId/17023212/10.1007/s15007-019-1876-z
Einzelnachweise