DGI:Nosokomiale Pneumonie/Klinisches Bild/Epidemiologie: Difference between revisions

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Die frühzeitige Erkennung von Risikofaktoren, sowie die effektive Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Prävention im stationären Alltag, sind essenziell für eine Senkung der HAP/VAP-Inzidenz.
Die frühzeitige Erkennung von Risikofaktoren, sowie die effektive Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Prävention im stationären Alltag, sind essenziell für eine Senkung der HAP/VAP-Inzidenz.


Deutschland: Ca. 75.000 bis 113.000 nosokomiale Pneumonien/ Jahr
Deutschland: Ca. 75.000 bis 113.000 nosokomiale Pneumonien/ Jahr.


Die Anzahl der beatmungsassoziierten Pneumonien: ca. 11.300 Fälle.                           
Die Anzahl der beatmungsassoziierten Pneumonien: ca. 11.300 Fälle.                           


Daten: Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (ITS-KISS 2011-2015)
Daten: Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (ITS-KISS 2011-2015).


VAP Inzidenz: 3,65 Fälle pro 1000 Beatmungstagen
VAP Inzidenz: 3,65 Fälle pro 1000 Beatmungstagen.


Die Sterblichkeit der HAP bzw. VAP ist kaum valide zu bestimmen, da Patient:innen mit HAP/VAP in der Regel schwerst krank sind und häufig aufgrund ihrer Grunderkrankung versterben ("Attributable mortality“ = Der durch HAP/VAP allein bedingte Anteil der Letalität).
Die Sterblichkeit der HAP bzw. VAP ist kaum valide zu bestimmen, da Patient:innen mit HAP/VAP in der Regel schwerst krank sind und häufig aufgrund ihrer Grunderkrankung versterben ("Attributable mortality“ = Der durch HAP/VAP allein bedingte Anteil der Letalität).


Schätzung:  ca. 4300 Todesfällen aufgrund einer HAP in Deutschland pro Jahr
Schätzung:  ca. 4300 Todesfällen aufgrund einer HAP in Deutschland pro Jahr.


Für HAP ohne Beatmung gibt es keine verlässlichen Daten. Es ist für ganz Deutschland von mehreren Tausend Toten durch HAP pro Jahr auszugehen. Zudem ist mit einer Verlängerung des Krankenhausaufenthaltes (um durchschnittlich ca. 4-6 Tage) und, damit einhergehend, weiteren Risiken für die Patient:innen sowie höheren Kosten zu rechnen.
Für HAP ohne Beatmung gibt es keine verlässlichen Daten. Es ist für ganz Deutschland von mehreren Tausend Toten durch HAP pro Jahr auszugehen. Zudem ist mit einer Verlängerung des Krankenhausaufenthaltes (um durchschnittlich ca. 4-6 Tage) und, damit einhergehend, weiteren Risiken für die Patient:innen sowie höheren Kosten zu rechnen.
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Revision as of 08:31, 12 August 2021

Grundsätzlich werden HAP und VAP als häufigste letale Krankenhausinfektion bewertet.

Die frühzeitige Erkennung von Risikofaktoren, sowie die effektive Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Prävention im stationären Alltag, sind essenziell für eine Senkung der HAP/VAP-Inzidenz.

Deutschland: Ca. 75.000 bis 113.000 nosokomiale Pneumonien/ Jahr.

Die Anzahl der beatmungsassoziierten Pneumonien: ca. 11.300 Fälle.

Daten: Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (ITS-KISS 2011-2015).

VAP Inzidenz: 3,65 Fälle pro 1000 Beatmungstagen.

Die Sterblichkeit der HAP bzw. VAP ist kaum valide zu bestimmen, da Patient:innen mit HAP/VAP in der Regel schwerst krank sind und häufig aufgrund ihrer Grunderkrankung versterben ("Attributable mortality“ = Der durch HAP/VAP allein bedingte Anteil der Letalität).

Schätzung: ca. 4300 Todesfällen aufgrund einer HAP in Deutschland pro Jahr.

Für HAP ohne Beatmung gibt es keine verlässlichen Daten. Es ist für ganz Deutschland von mehreren Tausend Toten durch HAP pro Jahr auszugehen. Zudem ist mit einer Verlängerung des Krankenhausaufenthaltes (um durchschnittlich ca. 4-6 Tage) und, damit einhergehend, weiteren Risiken für die Patient:innen sowie höheren Kosten zu rechnen.