DGI:Opportunistische Infektionen/Kryptokokkose/Klinisches Bild/Epidemiologie: Difference between revisions
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Die Kryptokokkose ist eine klassische opportunistische Infektion, die durch Cryptococcus neoformans/gattii verursacht wird. Personen mit HIV im Stadium AIDS, langfristiger Kortikosteroidtherapie, Zustand nach Organ- oder allogener Stammzelltransplantation sind vor allem gefährdet. Bei Menschen mit HIV nimmt das Risiko einer Kryptokokkose deutlich zu, je ausgeprägter der Immundefekt (also je niedriger die CD4-Zellzahl) ist. Insbesondere gilt dies ab einer CD4-Zellzahl < 100/µl3. Eine Behandlung mit monoklonalen (v.a. TNF-alpha) Antikörpern (z.B. Infliximab4, Adalimumab5, Alemtuzumab6) oder mit Tyrosinkinaseinhibitoren (z.B. Ibrutinib7) ist ebenfalls mit einem erhöhten Risiko für eine Kryptokokkose assoziiert. | Die Kryptokokkose ist eine klassische opportunistische Infektion, die durch Cryptococcus neoformans/gattii verursacht wird. Personen mit HIV im Stadium AIDS, langfristiger Kortikosteroidtherapie, Zustand nach Organ- oder allogener Stammzelltransplantation sind vor allem gefährdet. Bei Menschen mit HIV nimmt das Risiko einer Kryptokokkose deutlich zu, je ausgeprägter der Immundefekt (also je niedriger die CD4-Zellzahl) ist. Insbesondere gilt dies ab einer CD4-Zellzahl < 100/µl3. Eine Behandlung mit monoklonalen (v.a. TNF-alpha) Antikörpern (z.B. Infliximab4, Adalimumab5, Alemtuzumab6) oder mit Tyrosinkinaseinhibitoren (z.B. Ibrutinib7) ist ebenfalls mit einem erhöhten Risiko für eine Kryptokokkose assoziiert. | ||
Revision as of 10:02, 23 November 2021
Die Kryptokokkose ist eine klassische opportunistische Infektion, die durch Cryptococcus neoformans/gattii verursacht wird. Personen mit HIV im Stadium AIDS, langfristiger Kortikosteroidtherapie, Zustand nach Organ- oder allogener Stammzelltransplantation sind vor allem gefährdet. Bei Menschen mit HIV nimmt das Risiko einer Kryptokokkose deutlich zu, je ausgeprägter der Immundefekt (also je niedriger die CD4-Zellzahl) ist. Insbesondere gilt dies ab einer CD4-Zellzahl < 100/µl3. Eine Behandlung mit monoklonalen (v.a. TNF-alpha) Antikörpern (z.B. Infliximab4, Adalimumab5, Alemtuzumab6) oder mit Tyrosinkinaseinhibitoren (z.B. Ibrutinib7) ist ebenfalls mit einem erhöhten Risiko für eine Kryptokokkose assoziiert.