DGI:Opportunistische Infektionen/VZV/Abstract: Difference between revisions

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Das Varizella-Zoster-Virus (VZV) ist der dritte Vertreter der Familie der humanen Herpesviren. Die primäre Infektion stellen die Varizellen (Windpocken) dar. Das Virus sistiert nach Primärinfektion lebenslang in den Spinal- und Hirnnervenganglien des Wirts und kann unter Immunsuppression reaktivieren. Die häufigste klinische Manifestation der Reaktivierung ist der Herpes zoster (Gürtelrose). Es können unter anderem auch Enzephalitiden, Hepatitiden und Pneumonien von VZV ausgelöst werden. Therapie der Wahl bei Immunsupprimierten oder schweren Verläufen ist Aciclovir bzw. das Prodrug Valaciclovir. Es stehen Schutzimpfungen sowohl zur Verhinderung der Primärinfektion als auch von Reaktivierungen zur Verfügung.
Der Varizella-Zoster-Virus (VZV) ist der dritte Vertreter der Familie der humanen Herpesviren. Die primäre Infektion stellen die Varizellen (Windpocken) dar. Das Virus sistiert nach Primärinfektion lebenslang in den Spinal- und Hirnnervenganglien des Wirts und kann unter Immunsuppression reaktivieren. Die häufigste klinische Manifestation der Reaktivierung ist der Herpes zoster (Gürtelrose). Es können unter anderem auch Enzephalitiden, Hepatitiden und Pneumonien von VZV ausgelöst werden. Therapie der Wahl bei Immunsupprimierten oder schweren Verläufen ist Aciclovir bzw. das Prodrug Valaciclovir. Es stehen Schutzimpfungen sowohl zur Verhinderung der Primärinfektion als auch von Reaktivierungen zur Verfügung.

Latest revision as of 20:32, 7 November 2021

Der Varizella-Zoster-Virus (VZV) ist der dritte Vertreter der Familie der humanen Herpesviren. Die primäre Infektion stellen die Varizellen (Windpocken) dar. Das Virus sistiert nach Primärinfektion lebenslang in den Spinal- und Hirnnervenganglien des Wirts und kann unter Immunsuppression reaktivieren. Die häufigste klinische Manifestation der Reaktivierung ist der Herpes zoster (Gürtelrose). Es können unter anderem auch Enzephalitiden, Hepatitiden und Pneumonien von VZV ausgelöst werden. Therapie der Wahl bei Immunsupprimierten oder schweren Verläufen ist Aciclovir bzw. das Prodrug Valaciclovir. Es stehen Schutzimpfungen sowohl zur Verhinderung der Primärinfektion als auch von Reaktivierungen zur Verfügung.