DGI:Opportunistische Infektionen/HSV/Klinisches Bild/Leitsymptome: Difference between revisions
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Leitsymptome
Bei der mukokutanen Form zeigt sich im Prodromalstadium (charakteristischerweise < 6 Stunden bei rezidivierender HSV-1-Infektion) ein lokaler Pruritus mit lokalem Brennen. Typisch sind gruppiert stehende Bläschen auf erythematösem Grund, gehäuft konfluierend im weiteren zeitlichen Verlauf. Die Lokalisation ist vor allem an Nase, Ohren, Finger und Genitalen. Eine narbenlose Abheilung erfolgt innerhalb von 10 bis 19 Tagen nach ersten Auftreten. Rezidivierende Läsionen im Regelfall an gleicher Lokalisation sind möglich. In der Folge können dann eine Gewebeatrophie und auch Narbenbildung eintreten.
Sonderformen sind die Herpes Keratitis und ZNS-Infektion. Die Herpesenzephalitis ist häufig assoziiert mit multiplen Krampfepisoden. Eine virale Meningitis ggf. mit lumbosakraler Myeloradikulitis ist klinisch mit einem Harnverhalt oder einer Obstipation verbunden.
Neonatale HSV-Infektion (Herpes neonatorum) treten in der 1. bis 4. Lebenswoche auf mit Entwicklung von mukokutanen Bläschen oder einer ZNS-Beteiligung, welche mit einer hohen Morbidität und Letalität vergesellschaft ist.