DGI:Knochen-, Gelenks- und Protheseninfektionen/Osteomyelitis bei Kindern/Diagnostik/Diagnostische Schritte: Difference between revisions
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Revision as of 17:55, 11 January 2022
- Klinische Untersuchung:
- Da multilokuläre Manifestation häufig, sorgfältige Untersuchung des gesamten Skelettsystems.
- HNO- und zahnärztliche Untersuchung.
- Labor:
- BSG meist stark erhöht (sehr selten <20mm/h)
- CRP mäßig erhöht (außer bei Kingella kingae, dabei oft sehr niedrig). Sehr gut für die Verlaufsbeurteilung.
- Leukozytose unzuverlässig.
- Blutkulturen (mindestens aus 2 Entnahmeorten) sind obligat bei jedem Verdacht auf Osteomyelitis.
- Bildgebung:
- Sonographie: v.a. für septische Arthritis, ansonsten orientierend.
- Röntgen: Ausschluss anderer Ursachen (v.a. Tumor oder Fraktur). Osteomyelitis erst spät 10-21d nach Symptombeginn erkennbar.
- MRT: Diagnostik der Wahl. Gute Darstellung, v. a. Differenzierung von anderen Läsionen. Veränderungen früh sichtbar bereits 3 d nach Symptombeginn.
- Die Skelettszintigrafie ist bei Kindern obsolet.
- Fokussuche bei Blutstrominfektion (Echokardiographie, Sono-Abdomen, Sono-Schädel (bei Säuglingen), MRT des Kopfes bei persistierenden Kopfschmerzen (bei Kindern)
- Intraoperative Materialgewinnung:
- Histologie
- Mikrobiologie. Keine Abstriche, immer Gewebeproben ggf. plus Punktate! Ein kultureller Erregernachweis gelingt in ca. 70% der Fälle. Eine universelle bakterielle PCR (16S-rDNA-PCR) empfiehlt sich bei jeder Probe ohne kulturellen Erregernachweis (Rückstellproben vereinbaren!).