DGI:Harnwegsinfektionen/Klinisches Bild/Epidemiologie: Difference between revisions

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Bei den nosokomial erworbenen Infektionen belegen die Harnwegsinfektion gemeinsam mit der Pneumonie und den Wundinfektionen seit Jahren einen der ersten drei Plätze. Bei den nicht-chirurgischen Fächern sind sie die häufigste nosokomiale Infektion. (3).
Bei den nosokomial erworbenen Infektionen belegen die Harnwegsinfektion gemeinsam mit der Pneumonie und den Wundinfektionen seit Jahren einen der ersten drei Plätze. Bei den nicht-chirurgischen Fächern sind sie die häufigste nosokomiale Infektion. (3).


Das Lebenszeitrisiko an einer Harnwegsinfektion zu erkranken, liegt bei Frauen bei ca. 60%, bei Männern bei 40%. Auf der Basis von Diagnosezusammenstellungen von Krankenkassen kann gezeigt werden, dass sich bei Frauen für die Diagnose „untere Harnwegsinfektion“ zwei Häufigkeitsgipfel herauskristallisieren: im Alter von 20 bis 29 sowie bei den über 70jährigen, wobei der zweite Gipfel deutlich höher liegt als der erste. Bei Männern beginnt der Häufigkeitsgipfel für die untere Harnwegsinfektion im Alter von 70 Jahren, bleibt jedoch auch da deutlich unter der Häufigkeit bei Frauen gleichen Alters (4).
Das Lebenszeitrisiko an einer Harnwegsinfektion zu erkranken, liegt bei Frauen bei ca. 60%, bei Männern bei 40%. Auf der Basis von Diagnosezusammenstellungen von Krankenkassen kann gezeigt werden, dass sich bei Frauen für die Diagnose „untere Harnwegsinfektion“ zwei Häufigkeitsgipfel herauskristallisieren: Im Alter von 20 bis 29 sowie bei den über 70jährigen, wobei der zweite Gipfel deutlich höher liegt als der erste. Bei Männern beginnt der Häufigkeitsgipfel für die untere Harnwegsinfektion im Alter von 70 Jahren, bleibt jedoch auch da deutlich unter der Häufigkeit bei Frauen gleichen Alters (4).

Revision as of 14:57, 9 August 2022

Harnwegsinfektionen machen ambulant bis zu 3% aller Konsultationen aus, wobei es eine hohe Dunkelziffer durch Selbstbehandlungen gibt (1). Im ambulanten Bereich sind sie nach den Atemwegserkrankungen der zweihäufigste Grund für eine Antibiotikaverordnung, in der gynäkologischen Praxis der häufigste (2).

Bei den nosokomial erworbenen Infektionen belegen die Harnwegsinfektion gemeinsam mit der Pneumonie und den Wundinfektionen seit Jahren einen der ersten drei Plätze. Bei den nicht-chirurgischen Fächern sind sie die häufigste nosokomiale Infektion. (3).

Das Lebenszeitrisiko an einer Harnwegsinfektion zu erkranken, liegt bei Frauen bei ca. 60%, bei Männern bei 40%. Auf der Basis von Diagnosezusammenstellungen von Krankenkassen kann gezeigt werden, dass sich bei Frauen für die Diagnose „untere Harnwegsinfektion“ zwei Häufigkeitsgipfel herauskristallisieren: Im Alter von 20 bis 29 sowie bei den über 70jährigen, wobei der zweite Gipfel deutlich höher liegt als der erste. Bei Männern beginnt der Häufigkeitsgipfel für die untere Harnwegsinfektion im Alter von 70 Jahren, bleibt jedoch auch da deutlich unter der Häufigkeit bei Frauen gleichen Alters (4).