DGI:Blutstrominfektion/Gram-negative Bakterien/Enterobacterales/Therapie: Difference between revisions
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Die Auswahl der Therapie hängt von dem nachgewiesenen Bakterium, der lokalen Resistenzsituation, der Frage einer ambulant oder nosokomial erworbenen Infektion sowie Vortherapien und etwaigen Vorbefunden (z.B. auch aus Rektal-Screening-Abstrichen) ab. Die Initialtherapie sollte immer intravenös erfolgen, bei unkompliziertem Verlauf (z.B. keine Abszesse oder unsanierte Foci, gutes klinisches Ansprechen) ist eine kürzere Therapiedauer (z.B. 7 Tage) nicht mit einem schlechteren Outcome als eine längere Therapie assoziiert | Die Auswahl der Therapie hängt von dem nachgewiesenen Bakterium, der lokalen Resistenzsituation, der Frage einer ambulant oder nosokomial erworbenen Infektion sowie Vortherapien und etwaigen Vorbefunden (z.B. auch aus Rektal-Screening-Abstrichen) ab. Die Initialtherapie sollte immer intravenös erfolgen, bei unkompliziertem Verlauf (z.B. keine Abszesse oder unsanierte Foci, gutes klinisches Ansprechen) ist eine kürzere Therapiedauer (z.B. 7 Tage) nicht mit einem schlechteren Outcome als eine längere Therapie assoziiert<ref>Yahav et al., 2019 Clin Infect Dis</ref> und es scheint auch eine frühe Oralisierung auf wirksame Substanzen mit guter oraler Bioverfügbarkeit möglich<ref>Al-Hasan & Rac, 2020 Clin Microbiol Infect</ref>. | ||
Revision as of 11:26, 22 August 2022
Die Auswahl der Therapie hängt von dem nachgewiesenen Bakterium, der lokalen Resistenzsituation, der Frage einer ambulant oder nosokomial erworbenen Infektion sowie Vortherapien und etwaigen Vorbefunden (z.B. auch aus Rektal-Screening-Abstrichen) ab. Die Initialtherapie sollte immer intravenös erfolgen, bei unkompliziertem Verlauf (z.B. keine Abszesse oder unsanierte Foci, gutes klinisches Ansprechen) ist eine kürzere Therapiedauer (z.B. 7 Tage) nicht mit einem schlechteren Outcome als eine längere Therapie assoziiert[1] und es scheint auch eine frühe Oralisierung auf wirksame Substanzen mit guter oraler Bioverfügbarkeit möglich[2].