DGI:Borreliose/Kutane Manifestation/Klinisches Bild: Difference between revisions
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Im Bereich der Zeckeneinstichstelle oder im sich ausbreitenden Erythema migrans können livid-rote erhabene Knoten (Pseudolymphom- kutane lymphoide Hyperplasie) entstehen. Das Auftreten ist bei Kindern (7%) häufiger als bei Erwachsenen (2%). Die häufigsten Lokalisationen beim Kind sind die Ohrläppchen, Mamillen und der Genitoanalbereich. | Im Bereich der Zeckeneinstichstelle oder im sich ausbreitenden Erythema migrans können livid-rote erhabene Knoten (Pseudolymphom- kutane lymphoide Hyperplasie) entstehen. Das Auftreten ist bei Kindern (7%) häufiger als bei Erwachsenen (2%). Die häufigsten Lokalisationen beim Kind sind die Ohrläppchen, Mamillen und der Genitoanalbereich. | ||
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Sollte es zu einem disseminierten Krankheitsverlauf kommen, ist dieser meist begleitet von allgemeinen grippalen Krankheitssymptomen wie leichtem Fieber, Arthralgien, Myalgien, Kopfschmerzen sowie Lymphadenopathien. | Sollte es zu einem disseminierten Krankheitsverlauf kommen, ist dieser meist begleitet von allgemeinen grippalen Krankheitssymptomen wie leichtem Fieber, Arthralgien, Myalgien, Kopfschmerzen sowie Lymphadenopathien. | ||
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Die hämatogene Disseminierung der Borrelien in der Haut kann zum Auftreten von multiplen scharf begrenzten Erythemen unterschiedlicher Größe führen, welche über Tage bis Wochen persistieren können sowie auch rezidivierend auftreten können. Bei Kindern manifestieren sich häufig symmetrische multiple Erytheme bevorzugt im Gesicht, phänotypisch den Ringelröteln ähnelnd. Neben den systemischen Krankheitssymptomen können auch akute neurologische Symptome auftreten. | Die hämatogene Disseminierung der Borrelien in der Haut kann zum Auftreten von multiplen scharf begrenzten Erythemen unterschiedlicher Größe führen, welche über Tage bis Wochen persistieren können sowie auch rezidivierend auftreten können. Bei Kindern manifestieren sich häufig symmetrische multiple Erytheme bevorzugt im Gesicht, phänotypisch den Ringelröteln ähnelnd. Neben den systemischen Krankheitssymptomen können auch akute neurologische Symptome auftreten. | ||
===== Kutane Spätmenifestationen | ===== Kutane Spätmenifestationen ===== | ||
'''Acrodermatitis chronica atrophicans (ACA:)''' | '''Acrodermatitis chronica atrophicans (ACA:)''' | ||
Latest revision as of 13:11, 6 March 2025
Lokalisiert
Erythema chronicum migrans:
Nach einem symptomfreien Intervall von 3-30 Tagen kann es um den Zeckenstich zum Auftreten einer lokalen Infektion mit konsekutiver Entzündungsreaktion der Haut kommen. Hierbei muss man differentialdiagnostisch primär von einer lokalen Hypersensitivitätsreaktion unterscheiden. Daher wird als Richtwert einen Mindestdurchmesser von 5 cm für das Erythem angegeben. Das typische Erythema migrans ist ein roter bis blauroter Fleck, welcher sich zentrifugal ausbreitet mit zentraler Abheilung.
Borrelien-Lymphozytom:
Im Bereich der Zeckeneinstichstelle oder im sich ausbreitenden Erythema migrans können livid-rote erhabene Knoten (Pseudolymphom- kutane lymphoide Hyperplasie) entstehen. Das Auftreten ist bei Kindern (7%) häufiger als bei Erwachsenen (2%). Die häufigsten Lokalisationen beim Kind sind die Ohrläppchen, Mamillen und der Genitoanalbereich.
Disseminiert
Sollte es zu einem disseminierten Krankheitsverlauf kommen, ist dieser meist begleitet von allgemeinen grippalen Krankheitssymptomen wie leichtem Fieber, Arthralgien, Myalgien, Kopfschmerzen sowie Lymphadenopathien.
Multiple Erythema migrantia (MEM):
Die hämatogene Disseminierung der Borrelien in der Haut kann zum Auftreten von multiplen scharf begrenzten Erythemen unterschiedlicher Größe führen, welche über Tage bis Wochen persistieren können sowie auch rezidivierend auftreten können. Bei Kindern manifestieren sich häufig symmetrische multiple Erytheme bevorzugt im Gesicht, phänotypisch den Ringelröteln ähnelnd. Neben den systemischen Krankheitssymptomen können auch akute neurologische Symptome auftreten.
Kutane Spätmenifestationen
Acrodermatitis chronica atrophicans (ACA:)
Manifestation im höheren Lebensalter und überwiegend bei Frauen.
Ödematös-infiltratives Stadium der ACA:
Die entzündlichen Veränderungen der Haut, vorwiegend an den Extensoren der Extremitäten, imponieren früh mit hellroten, retikulären und später mit lividen, teigigen Erythemen.
Atrophes Stadium der ACA:
Unbehandelt kommt es zu einer zunehmenden Atrophie der Hautschichten sowie Hautanhangsgebilde. Dabei kann es lokalisiert zu Fibrosierungen oder Pseudosklerodermien kommen.