DGI:Postexpositionsprophylaxe/Therapie

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Therapie

Für eine Hepatitis C Risikoexposition gibt es keine medikamentöse Postexpositionsprophylaxe (PEP). Ob die direkt antiviralen Wirkstoffe (DAA) - zugelassen für die Behandlung der Hepatitis C Infektion - für eine HCV-PEP eingesetzt werden können, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar und wird daher nicht empfohlen. Für eine Hepatitis B PEP ist der HBs-Ag Status der Indexperson entscheidend:

  • Bei einem negativen HBs-Ag-Status sind keine weiteren Maßnahmen hinsichtlich der Exposition erforderlich.
  • Bei einem positiven HBs-Ag oder einem unbekannten Status, der innerhalb von 48 Stunden nicht zu ermitteln ist, kann eine passive oder aktive Impfung erforderlich werden:

Keine Maßnahmen sind erforderlich, wenn der/die Exponierte vollständig geimpft wurde und der Anti-HBs Titer in den letzten 10 Jahren gemessen und ≥ 100 IE/l war oder bei der Anti-HBs-Bestimmung innerhalb von 48 h ≥ 100 IE/l war. In allen anderen Fällen ist die Gabe eines HBV-Impfstoffs (aktive Impfung) und/oder Hepatitis B-Immunglobulin (HBIg; passive Impfung) notwendig Impfstoffe (Aktive Immunisierung)

  • Engerix B® oder HB-Vaxpro® (Impfschema: 3 Injektionen: sofort / nach 1 Monat / nach 6 Monaten)
  • Fendrix® (Impfschema: 4 Injektionen: sofort / nach 1 Monat / nach 2 Monaten / nach 6 Monaten)
  • Immunglobuline (Passive Immunisierung)
  • Hepatect CP® 8-10 IE/KG i.v. (8-10 I.E./kg KG i.v. , mind. 500 I.E)
  • Hepatitis B Immunglobulin (12 I.E./kg KG i.m., mind. 500 I.E.)
  • UMAN BIG 180IE/1ml (mind. 500 I.E. i.m.)
  • VENBIG 50IE/ml (mind. 500 I.E. i.v.)