DGI:Gynäkologische Infektionen/Pelvic inflammatory disease/Klinisches Bild

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Klinisches Bild

Bei dem pelvic inflammatory disease (PID) handelt es sich meist um eine von der Endocervix ausgehende aszendierende Infektion, daneben kann die Ursache auch ein intraabdominaler Entzündungsprozess sein. Manifestationen der PID können sein:

  • Endometritis
  • Salpingitis
  • Parametritis
  • Tuboovarial Abszess

Eine zugrundeliegnde Zervizitis verläuft häufig asymptomatisch.

Der Altersgipfel der Erkrankung liegt zwischen 15 und 25 Jahren, wobei Nulligravide häufiger betroffen sind.

Leitsymptome

  • dumpfe bis ziehende, typischerweise beidseitig auftretende Unterbauchschmerzen (wobei einseitige Schmerzen möglich sind)
  • eventuell Abwehrspannung
  • druckdolenter Unterbauch
  • Portioschiebeschmerz
  • ggf. auffälliger Fluor vaginalis (bei aszendierender Infektion)
  • Körpertemperatur > 38°C
  • Dyspareunie
  • ggf. peritonitische Symptome (Übelkeit, Erbrechen)

Epidemiologie

Die Erkrankung tritt bei sexuell aktiven Frauen zwischen 15 und 25 Jahren am häufigsten auf, wobei Nulligravide häufiger betroffen sind. Mit zunehmendem Alter wird das Aufkommen seltener. Genaue Daten aus Deutschland liegen hierzu nicht vor.

Prognose

Bei entsprechender Therapie ist die Prognose gut, wobei es zu Rezidiven kommen kann. Allerdings treten in manchen Fällen auch Komplikationen auf:

  • So steigt aufgrund von postinfektiösen Tubenverklebungen das Risiko einer späteren extrauterinen Gravidität auf 5%
  • mögliche Verläufe mit chronischen Flüssigkeitsansammlungen (Pyo-/Hämatosalpinx), die zu fibrinösen Verklebungen führen können. Hierdurch Risiko der Sterilität 20% bis 40%.
  • Pelveoperitonitis
  • Tuboovarial Abszess
  • Douglas Abszess
  • Chronische Unterbauchschmerzen