DGI:Helicobacter Pylori/Klinisches Bild
Klinisches Bild
Leitsymptome
- häufig asymptomatisch
- mgl. unspezifisch: Dyspepsie, Übelkeit und Erbrechen und epigastricher Druckschmerz und postprandialer Schmerz v. a. bei Ausprägug eines Ulkus
Klinische Situationen
- Transmission nicht eindeutig geklärt mutmasslich primär Mensch zu Mensch> oral zu oral, gastro-oral, fäkal-oral, stillen
- Prädiposition: Suszeptibilität, Umweltassoziierte Faktoren u. a. salzreiche und/oder konservierte Nahrungsmittel, Resistenzfaktoren des Erregers, diskutiert sozioökonomische Faktoren
Medikation führend NSAR, Glukosteroide, Bisphosphonate
Klinische Manifestationen, Folge-Erkrankungen:
Chronische Gastritis Typ B mit den Komplikationen:
- Erosionen, Ulcera duodeni/ ventriculi
- Magen-Adenokarzinom (>90% Hp-assoziierte Magenfrükkarzinome)
- MALT-Lymphom
- Lymphozytäre Gastritis
- Riesenfalten-Gastritis
- Autoimmune Gastritis
- Mögliche extraintestinale Manifestationen:
- Idiopathische thrombozytopenische Purpura
- Unsicherer Zusammenhang (Urticaria, Migräne, Reizdarmsyndrom, etc.)
Seltene Sonderform: Helicobacter heilmannii Gastritis -> Zoonose durch Katzen und Hunde übertragen
- Komplikationen: Blutungen, Perforationen, Stenose durch Narbenbildung, Malignomentwicklung, Vitamin B12-Mangel, etc.
Epidemiologie
- 50 % Helicobacter pylori weltweit und damit häufigste chronische bakterielle Infektionen.
- In Deutschland sind ca. 3% der Kinder, 48% der Erwachsenen und bis zu 86% der Erwachsenen mit Migrationshintergrund befallen