DGI:ZNS-Infektionen/Hirnabszess/Diagnostik

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Diagnostik

Radiologie

Mittel der Wahl ist die Schädel Magnetresonanztomographie (MRT) bzw. Computertomographie (CT). Das Schädel MRT ist dem Schädel CT überlegen. Die schwierigsten Differentialdiagnosen zum Hirnabszess sind maligne Tumore mit zentraler Nekrose (v.a. Glioblastom). Für diese Fragestellung können diffusionsgewichtete MR-Sequenzen mit hoher Sensitivität (95%) und Spezifität (95%) richtungsweisend sein [20-24].

Mikrobiologie

Wenn möglich: vor Beginn der antibiotischen Therapie Abnahme von 2x2 Blutkulturen sowie Punktion, Drainage oder Exzision des Abzesses. Aus dem entnommenen Material sollte eine mikrobiologische Kultur angelegt sowie eine PCR (Panel, erregerspezifisch, panfungal) durchgeführt werden. Neben der mikrobiologischen Untersuchung des Abszesses gehört die Fokussuche. Je nach klinischem Verdacht, ob der Abszess per continuitatem oder hämatogen oder postinterventionell verursacht ist, sollte eine entsprechende Komplettierung der Diagnostik (radiologisch, endoskopisch (TEE), serologisch (HIV), anamnestisch (Drogen/Alkohol)) erfolgen. Die Liquoranalyse hat eine untergeordnete Rolle, außer bei begleitender Meningitis oder Anschluss an das Ventrikelsystem, da die Resultate durch die meist lokale Abgrenzung des Entzündungsprozesses unspezifisch sind [19, 25].

Differentialdiagnosen

Maligne Raumforderung, v.a. Glioblastom