DGI:Opportunistische Infektionen/Kryptokokkose/Diagnostik

From Infektiopedia
Revision as of 14:03, 27 September 2021 by imported>Brinkery

Diagnostik

  1. WEITERLEITUNG DGI:Opportunistische Infektionen/Kryptokokkose/Diagnostik/Diagnosekriterien
  2. WEITERLEITUNG DGI:Opportunistische Infektionen/Kryptokokkose/Diagnostik/Diagnostische Schritte
  3. WEITERLEITUNG DGI:Opportunistische Infektionen/Kryptokokkose/Diagnostik/Differentialdiagnosen


Differentialdiagnosen

mso-border-alt:solid windowtext .5pt;mso-yfti-tbllook:1184;mso-padding-alt: 0cm 5.4pt 0cm 5.4pt"
Differentialdiagnose der cerebralen Kryptokokkose (Bildgebung und Liqorbefund), modifiziert nach Tan et al.16
Differentialdiagnose Verdrängender Effekt CD4-Zell zahl (HIV) Anteil solitäre Läsionen Lokalisation Enhancement im cCT / cMRT Sonstige Merkmale Liquorbefund
Toxoplasmose häufig < 200/µl Häufig multiple Läsionen frontal, Basal- ganglien, parietal häufig ringförmiges Enhancement Durchmesser 1-2 cm         Zeit von Symptombeginn bis zur klinischen räsentation:Tage Eine negative Toxoplasmose-Serologie macht eine cerebrale Toxoplasmose unwahrscheinlich, jedoch kein Auschlusskriterium. Zellpopulation: normal bis lymphozytäre Pleozytose      Glucose: normal bis erniedrigt Protein: normal bis erhöht  Sonstiges: Toxoplasmose PCR aus dem Liquor – Sensitivität 50-80% und Spezifität 100%
PML selten < 100/µl, gelegentlich auch höher häufig solitär (50%) Subcortical weisse Substanz, Cerrebellum, Hirnstamm ca. 25% mit Enhancement (insbesondere bei IRIS) (T2 Wichtung): Hyperintense Areale in der weissen Substanz (T1-Wichtung): Hypointense Läsionen mit Aussprachung der Kortikalis                       Zeit von Symptombeginn bis zur klinischen Präsentation: Wochen bis Monate, selten akut mit dem Bild eines Apoplex Zellpopulation: normal bis selten lymphozytäre Pleozytose      Glucose: normal                     Protein: normal bis erhöht  Sonstiges: JC-PCR aus dem Liquor – Sensitivität 50-90% und Spezifität 90-100%
Lymphom häufig < 100/µl häufig solitär (50%) periventrikulär, frontal, Cerebellum, temporal häufig, heterogenes Enhancement In der Regel > 3cm Durchmesser                     Zeit von Symptombeginn bis zur klinischen Präsentation: Wochen Zellpopulation: normal bis lymphozytäre Pleozytose, FACS-Analyse – Nachweis von monoklonalen Lymphozyten    Glucose: normal                        Protein: normal bis erhöht  Sonstiges: EBV-PCR aus dem Liquor – Sensitivität 100% und Spezifität 50%.
CMV nein < 50/µl - periventrikulär < 50 % periventrikuläres (meningeales)  Enhancement in > 50% der Fälle unauffälliges MRT               Zeit von Symptombeginn bis zur klinischen Präsentation: Tage Zellpopulation: normal, selten erhöhte Neutrophilenzahl           Glucose: normal                     Protein: normal bis erhöht  Sonstiges: CMV-PCR aus dem Liquor – Sensitivität > 90% und Spezifität >90%
Kryptokokkose kommunizierender Hydrocephalus durch erhöhten intrakranialer Druck < 100/µl, (selten < 200/µl) häufig multiple Läsionen (Kryptokokkome) Basalganglien Leptomeningeales Enhancement, insbesondere bei IRIS häufig „ punched-out” zystische Läsionen            Zeit von Symptombeginn bis zur klinischen Präsentation: Tage Zellpopulation: normal bis lymphozytäre Pleozytose            Glucose: normal bis erniedrigt                   Protein: normal bis erhöht
HSV minimal variabel - Temporallappen häufig Enhancement Beteiligung des Hirnstamms, Kleinhirn, Diencephalon und der periventrikulären Regionen.                            Zeit von Symptombeginn bis zur klinischen Präsentation: Tage Zellpopulation: in der Regel lymphozytäre Pleozytose        Glucose: normal                         Protein: normal bis erhöht
Tuberkulose Hydrocephalus möglich variabel Tuberkulome treten häufig multiple auf TB- Meningitis: Infratentoriell mit Basalganglien-/Corticalinfarkten < 50% basales Enhancement Hämorrhagien, Tuberkulome oder Abszesse möglich        Zeit von Symptombeginn bis zur klinischen Präsentation: Tage bis Wochen

Zellpopulation: in der Regel lymphozytäre Pleozytose        Glucose: erniedrigt                    Protein: normal bis deutlich erhöht                             Sonstiges: Laktat erhöht, schwere Schrankenstörung, IGA-Dominanz(Immunglobulinsynthese), häufig auch pulmonale Beteiligung (CT-Thorax)
Hirnabszess möglich variabel sowohl solitär als auch multiple Läsionen z.B. im Rahmen einer Endokarditis möglich supratentoriell, insb. im Frontal- und Parietallappen, subkortikal T1-Sequenz mit KM: ringförmiges Enhancement

DWI-Sequenz: Hyperintenses zentrales Areal                               Zeit von Symptombeginn bis zur klinischen Präsentation: Tage (bei begleitender Meningitis) Zellpopulation: in der Regel granulozytäre Pleozytose        Glucose: erniedrigt                    Protein: normal bis deutlich erhöht