DGI:Knochen-, Gelenks- und Protheseninfektionen/Periprothetische Infektionen/Abstract
Autorinnen: Anna-Philine Karl, Christina Otto-Lambertz, Rika Draenert, Norma Jung, Katrin Kösters, Franka Lestin-Bernstein
Eine periimplantäre Infektion bezeichnet die Infektion des periimplantären Gewebes eines in den Körper eingebrachten Kunstgelenks (z. B. Hüfte, Knie, Ellenbogen, Sprunggelenk).
Die Infektion kann perioperativ, per continuitatem bei benachbarter Haut-/Weichteilinfektion oder hämatogen entstehen.
Man unterscheidet zwischen einer Frühinfektion (in den ersten 1 bis 3 Monate postoperativ) und einer Spätinfektion (nach 3 Monaten postoperativ).
Grundsätzlich besteht sowohl bei der Definition und den Diagnosekriterien als auch bei der operativen und medikamentösen Therapie wenig Evidenz. Daher stellen therapeutische Entscheidungen häufig Individualentscheidungen dar, welche idealerweise in einem interdisziplinären Team aus Unfallchirurgen/Orthopäden, Infektiologen und Mikrobiologen getroffen werden sollten.