DGI:Postexpositionsprophylaxe/HIV/Abstract
Sofortmaßnahmen bei beruflicher Exposition
Sofortmaßnahmen bei beruflicher Exposition
Indikationen
a. Indikationen zur HIV-PEP bei beruflicher Exposition
a. Indikationen zur HIV-PEP bei beruflicher Exposition
b. Indikationen zur HIV-PEP bei parenteraler Exposition
b. Indikationen zur HIV-PEP bei parenteraler Exposition
c. Indikationen zur HIV-PEP bei sexueller Exposition
c. Indikationen zur HIV-PEP bei sexueller Exposition
c. Indikationen zur HIV-PEP bei sexueller Exposition
c. Indikationen zur HIV-PEP bei sexueller Exposition
Standardprophylaxe
Tenofovirdisoproxil/Emtricitabin (Truvada® oder diverse Generika) 200/245mg 1x1
plus INI RAL (Isentress®) 400mg 2x1
oder RAL (Isentress®) 600mg 1x2
oder DTG (Tivicay®)* 50mg 1x1
*cave: Dolutegravir wegen V.a. Teratogenität kontraindiziert für Frauen im gebärfähigen Alter, bei denen eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen ist
Dauer der PEP: 4 Wochen
Basis- und Kontrolluntersuchungen
Basis- und Kontrolluntersuchungen
Beginn der Prophylaxe
Die PEP sollte so früh wie möglich nach einer Exposition eingeleitet werden (nach Möglichkeit sogar innerhalb von 24 Stunden und besser noch innerhalb von 2 Stunden). Liegt die mögliche Exposition vor mehr als 72 Stunden, kann nach derzeitigem Kenntnisstand eine Prophylaxe nicht mehr empfohlen werden.
Abklärung akuter HIV-Infektion
Eine akute HIV-Infektion soll bei fieberhaftem Krankheitsbild innerhalb von 2 Monaten nach Exposition bzw. nach Ende der Prophylaxe diagnostisch abgeklärt werden. Bei negativem HIV-Antikörper Nachweis könnte eine HIV-PCR notwendig sein.
Besonders verdächtig ist ein akutes Krankheitsbild innerhalb der ersten vier Wochen nach Exposition bzw. Ende der PEP.
Nach Ende der PEP sollte evtl. der Bedarf einer HIV-PrEP (HIV-Präexpositionsprophylaxe) evaluiert werden.