DGI:Postexpositionsprophylaxe/Hepatitis/Klinisches Bild/Epidemiologie
Vermutlich durch eine Verbesserung des Impfangebots und/oder Steigerung der Impfraten geht die HBV-Infektionsinzidenz seit 2001 in Deutschland kontinuierlich zurück. Deutschland zählt mit einer HBsAg-Prävalenz von ca. 0,3% bei den 18- bis 79-Jährigen zu den Niedrigprävalenzländern. In bestimmten Risikogruppen und Personen mit Migrationshintergrund liegt die HBsAg-Prävalenz mit bis zu 3,6% z.T. deutlich höher.
Die HCV-Infektionsprävalenz liegt in der deutschen Allgemeinbevölkerung bei den 18- bis 79-Jährigen ebenfalls bei 0,3% (~ Prävalenz für Anti-HCV = 0,3% und Prävalenz für HCV-RNA = 0,2%). Die HCV-Infektionsprävalenz (Anti-HCV oder HCV-RNA) liegt bei einigen Bevölkerungsgruppen deutlich höher, z.B. bei Personen mit Migrationshintergrund bei 1,2-6,3%, bei Gefängnisinsassen zwischen 8,6-17,6% und bei i.v. Drogenabhängigen zwischen 23-73% (Prävalenz für anti-HCV 37-73%, Prävalenz für positive HCV-RNA 23-54%).