DGI:Opportunistische Infektionen/Kryptokokkose/Klinisches Bild/Leitsymptome

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Leitsymptome

Aufgrund des Neuroptropismus von Kryptokokken weisen Patienten häufig als Leitsymptome die typischen Zeichen einer subakuten Meningitis (Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Fieber) auf. Dabei kann die klinische Symptomatik initial über mehrere Wochen sehr gering ausgeprägt sein, so dass Patienten erst im Verlauf zunehmende neurologische Beschwerden wie Hirndruckzeichen (Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, starke Kopfschmerzen) oder Hirnnervenausfälle entwickeln. Bei immunsupprimierten Patienten können die typischen klinischen Zeichen einer Meningitis aufgrund der abgeschwächten inflammatorischen Antwort auch fehlen. Ca. 1/3 der Patienten mit einer ZNS-Manifestation haben eine okuläre Beteiligung, wobei das Papillenödem (Klinik: verschwommenes Sehen, Doppelbilder, Hirndruckzeichen) am häufigsten auftritt, gefolgt von einem partiellen oder totalen Sehverlust (infolge einer Atrophie des Nervus opticus durch einen erhöhten intrakraniellen Druck) oder einer Neuritis nervi optici (bedingt durch Invasion von Kryptokokken in den Sehnerv).