DGI:Opportunistische Infektionen/HSV/Prophylaxe und Prävention

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Bei Herpes labialis ist eine Händehygiene und der Patient:innenkontakt unter Maßgabe der Basis-Hygienemaßnahmen ausreichend.

Bei der mukokutanen Primärinfektion (i.d.R. Gingivostomatitis) sind keine Besuche von Gemeinschaftseinrichtungen, z. B. Kindergarten, Schule geraten. Ebenso ist die Vermeidung bei Erkrankung von Kontakt zu Neugeborenen und Immunsupprimierten angezeigt.

Bei Herpes genitalis Infektionen sind Kondome, kein Geschlechtsverkehr bei akuter Infektion, und Händehygiene zur Vermeidung weiterer Verbreitung empfohlen (siehe STD Kapitel).

Die medikamentöse Prophylaxe bei Immunsuppression v. a. bei allogener Stammzelltransplantation und intensivierter Chemotherapie wird mit Aciclovir, ggf. Valaciclovir oder Famciclovir aufgrund der besseren oralen Bioverfügbarkeit durchgeführt.

Bei manifester Herpes genitalis-Infektion der Mutter ist vor dem Blasensprung eine Sectio caesarea elektiv zu terminieren.