DGI:Knochen-, Gelenks- und Protheseninfektionen/Spondylodiszitis/Klinisches Bild/Epidemiologie

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Epidemiologie

Die Spondylodiszitis ist eine relativ seltene Erkrankung (aktuelle Inzidenz: 2-4/100 000 (2020) AWMF[1], deren Häufigkeit in den letzten Jahren jedoch deutlich zugenommen hat [Kehrer[9], Jensen[10], Krogsgaard[11], Sur[12]]. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Die Inzidenz steigt mit zunehmendem Alter an (über 50 Jahre 30/250.000) [Bundesamt Statistik 2015[13]], sodass als eine Ursache das zunehmender Alter der Gesamtbevölkerung, Multimorbidität (siehe Risikofaktoren) sowie vermehrte medizinische Interventionen und verbesserte Diagnostik postuliert werden. Häufig lässt sich ein Krankenhausaufenthalt in den zurückliegenden Wochen bis Monaten mit entsprechenden invasiven Maßnahmen eruieren (z.B. infizierte Venenverweilkanülen, endoskopische Interventionen……). Bis zu 6 % aller Blutstrominfektionen mit S. aureus werden im Verlauf durch eine Spondylodiszitis kompliziert. AWMF[1]