DGI:Blutstrominfektion/Hefepilze/Candida/Diagnostik
Wichtige anamnestische Faktoren sind: Krankenhausaufenthalte >7 Tage, Vorkolonisation mit Candida spp., diverse Arten der Immunsuppressionen, Erhalt einer Breitspektrumantibiotikatherapie.
Der Nachweis einer Candidämie ist mittels üblicher Blutkulturflaschen möglich. Mit der Verwendung von spezifischen Pilz-Blutkulturflaschen kann die Sensitivität der Blutkultur-Diagnostik möglicherweise erhöht werden. Die Erregerdichte bei Candidämien im Blut ist häufig nur intermittierend und in der Regel gering, minimal können ≤ 1KBE/ml nachgewiesen werden. Bei Candidämien gelingt der Nachweis in der Blutkultur im Schnitt nach 2-5 Tagen der Bebrütung und wird beeinflusst u.a. durch die vorliegende Spezies[1]. Bei klinisch vermuteter Candidämie kann diese in ca. 70-80% der Fälle durch Blutkulturdiagnostik nachgewiesen werden[2]. Die Nachweisrate hängt jedoch von der kausalen Ursache, dem Patientenalter und auch der Spezies ab.
Bei klinischem Verdacht kann eine Candida-Antigen- oder Candida-Antikörper-Bestimmung die Diagnostik ergänzen. Mit einem auf Mannan bzw. Anti-Mannan IgG basierenden Test liegt die Sensitivität bei 58/59% mit einer Spezifität von 93/83%[1]. Aufgrund der eingeschränkten Sensitivität und Spezifität ist die klinische Relevanz der Untersuchung umstritten.
Aufgrund des erschwerten diagnostischen Nachweises können zur Evaluation der Therapie zusätzlich spezifische Scores genutzt werden, wie beispielhaft Candida Score oder Candida Colonization Index[3].