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DGI:Multiresistente Erreger/Klinisches Bild/Klinische Situationen: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Infektiopedia
Maximilian.schons@uk-koeln.de (Diskussion | Beiträge)
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Fuhrmanns (Diskussion | Beiträge)
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Grundsätzlich besteht das Risiko für eine Kolonisierung mit multiresistenten Bakterien insbesondere bei Patienten, die regelmäßigen Kontakt mit dem Gesundheitssystem haben bzw. im Kontext eines stationären Aufenthaltes. Multiresistente Erreger können allerdings auch über die Umwelt oder Nahrungskette erworben werden. Die Wahrscheinlichkeit einer Kolonisierung steigt mit einer vorhergehenden Antibiotikaexposition. Ebenso wird durch eine Antibiotikaexposition nach erfolgter Kolonisierung der Selektionsdruck erhöht, sodass es zu einer Dominanz der multiresistenten Bakterien innerhalb der Darmmikrobiota kommen kann, die dann wiederum ein Risiko für eine nachfolgende Translokation und Infektion darstellt. Risikofaktoren für eine solche Progression von Kolonisation zu Infektion sind jegliche Störungen der Barrierefunktion, z.B. Chemotherapien und Immunsuppressiva, Traumata, chirurgische Eingriffe und Fremdkörper.
Grundsätzlich besteht das Risiko für eine Kolonisierung mit multiresistenten Bakterien insbesondere bei Patient:innen, die regelmäßigen Kontakt mit dem Gesundheitssystem haben bzw. im Kontext eines stationären Aufenthaltes. Multiresistente Erreger können allerdings auch über die Umwelt oder Nahrungskette erworben werden. Die Wahrscheinlichkeit einer Kolonisierung steigt mit einer vorhergehenden Antibiotikaexposition. Ebenso wird durch eine Antibiotikaexposition nach erfolgter Kolonisierung der Selektionsdruck erhöht, sodass es zu einer Dominanz der multiresistenten Bakterien innerhalb der Darmmikrobiota kommen kann, die dann wiederum ein Risiko für eine nachfolgende Translokation und Infektion darstellt. Risikofaktoren für eine solche Progression von Kolonisation zu Infektion sind jegliche Störungen der Barrierefunktion, z.B. Chemotherapien und Immunsuppressiva, Traumata, chirurgische Eingriffe und Fremdkörper.

Aktuelle Version vom 17. Juni 2021, 09:48 Uhr

Grundsätzlich besteht das Risiko für eine Kolonisierung mit multiresistenten Bakterien insbesondere bei Patient:innen, die regelmäßigen Kontakt mit dem Gesundheitssystem haben bzw. im Kontext eines stationären Aufenthaltes. Multiresistente Erreger können allerdings auch über die Umwelt oder Nahrungskette erworben werden. Die Wahrscheinlichkeit einer Kolonisierung steigt mit einer vorhergehenden Antibiotikaexposition. Ebenso wird durch eine Antibiotikaexposition nach erfolgter Kolonisierung der Selektionsdruck erhöht, sodass es zu einer Dominanz der multiresistenten Bakterien innerhalb der Darmmikrobiota kommen kann, die dann wiederum ein Risiko für eine nachfolgende Translokation und Infektion darstellt. Risikofaktoren für eine solche Progression von Kolonisation zu Infektion sind jegliche Störungen der Barrierefunktion, z.B. Chemotherapien und Immunsuppressiva, Traumata, chirurgische Eingriffe und Fremdkörper.