DGI:Opportunistische Infektionen/VZV/Diagnostik/Diagnostische Schritte: Unterschied zwischen den Versionen
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Windpocken und Herpes zoster haben zumeist ein typisches klinisches Bild, so dass eine spezifische Diagnostik nur in ausgewählten Fällen erforderlich ist. Atypische Krankheitsbilder können bei Patient:innen mit Immundefizienz auftreten. Die PCR auf VZV-DNA ist sehr empfindlich (95%) und hochspezifisch (100%) und kann zum Nachweis viralen Genoms mittels Abstrich aus Vesikelflüssigkeit, aus Liquor, Gewebe, bronchoalveolärer Lavage oder Blut verwendet werden. Die PCR-Untersuchung ist im Vergleich zu konventionellen Kulturtechniken schneller und daher bevorzugt. Der Nachweis spezifischer Antikörper mittels serologischer Verfahren ist aus Blut und Liquor möglich. Kandidat:innen für eine hämatopoetische Stammzelltransplantation sollten auf VZV-IgG-Antikörper getestet werden, um ihr Risiko für eine Reaktivierung oder Primärinfektion zu bestimmen. Im Falle von Seronegativität sollte eine VZV-Impfung erwogen werden. | |||
Windpocken und Herpes zoster haben zumeist ein typisches klinisches Bild, so dass eine spezifische Diagnostik nur in ausgewählten Fällen erforderlich ist. Atypische Krankheitsbilder können bei Patient | |||
Aktuelle Version vom 7. November 2021, 18:27 Uhr
Windpocken und Herpes zoster haben zumeist ein typisches klinisches Bild, so dass eine spezifische Diagnostik nur in ausgewählten Fällen erforderlich ist. Atypische Krankheitsbilder können bei Patient:innen mit Immundefizienz auftreten. Die PCR auf VZV-DNA ist sehr empfindlich (95%) und hochspezifisch (100%) und kann zum Nachweis viralen Genoms mittels Abstrich aus Vesikelflüssigkeit, aus Liquor, Gewebe, bronchoalveolärer Lavage oder Blut verwendet werden. Die PCR-Untersuchung ist im Vergleich zu konventionellen Kulturtechniken schneller und daher bevorzugt. Der Nachweis spezifischer Antikörper mittels serologischer Verfahren ist aus Blut und Liquor möglich. Kandidat:innen für eine hämatopoetische Stammzelltransplantation sollten auf VZV-IgG-Antikörper getestet werden, um ihr Risiko für eine Reaktivierung oder Primärinfektion zu bestimmen. Im Falle von Seronegativität sollte eine VZV-Impfung erwogen werden.