Zum Inhalt springen

Achtung: Bitte beachten Sie unbedingt die Nutzungsbedingungen. Trotz sorgfältiger Prüfung wird keinerlei Haftung für die dargestellten Inhalte übernommen. Alle Inhalte richten sich ausschließlich an ein ärztliches Fachpublikum.

DGI:Opportunistische Infektionen/HSV/Klinisches Bild/Leitsymptome: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Infektiopedia
Brinkery (Diskussion | Beiträge)
Die Seite wurde neu angelegt: „=== Leitsymptome === '''Bei der ''mukokutanen Form''''' zeigt sich im Prodromalstadium (charakteristischerweise < 6 Stunden bei rezidivierender HSV-1-Infektion…“
 
Akelec (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
(2 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
=== Leitsymptome ===
'''Bei der ''mukokutanen Form''''' zeigt sich im Prodromalstadium (charakteristischerweise < 6 Stunden bei rezidivierender HSV-1-Infektion) ein lokaler Pruritus mit lokalem Brennen. Typisch sind gruppiert stehende Bläschen auf erythematösem Grund, gehäuft konfluierend im weiteren zeitlichen Verlauf. Die Lokalisation ist vor allem an Nase, Ohren, Finger und Genitalen. Eine narbenlose Abheilung erfolgt innerhalb von 10 bis 19 Tagen nach ersten Auftreten. Rezidivierende Läsionen im Regelfall an gleicher Lokalisation sind möglich. In der Folge können dann eine Gewebeatrophie und auch Narbenbildung eintreten.
'''Bei der ''mukokutanen Form''''' zeigt sich im Prodromalstadium (charakteristischerweise < 6 Stunden bei rezidivierender HSV-1-Infektion) ein lokaler Pruritus mit lokalem Brennen. Typisch sind gruppiert stehende Bläschen auf erythematösem Grund, gehäuft konfluieren d im weiteren zeitlichen Verlauf. Die Lokalisation ist vor allem an Nase, Ohren, Finger und Genitalen. Eine narbenlose Abheilung erfolgt innerhalb von 10 bis 19 Tagen nach ersten Auftreten. Rezidivierende Läsionen im Regelfall an gleicher Lokalisation sind möglich. In der Folge können dann eine Gewebeatrophie und auch Narbenbildung eintreten.


'''Sonderformen''' sind die '''''Herpes Keratitis'' und ''ZNS-Infektion'''''<nowiki/>''.'' Die Herpesenzephalitis ist häufig assoziiert mit multiplen Krampfepisoden. Eine virale Meningitis ggf. mit lumbosakraler Myeloradikulitis ist klinisch mit einem Harnverhalt oder einer Obstipation verbunden.
'''Sonderformen''' sind die '''''Herpes Keratitis'' und ''ZNS-Infektion'''''<nowiki/>''.'' Die Herpesenzephalitis ist häufig assoziiert mit multiplen Krampfepisoden. Eine virale Meningitis ggf. mit lumbosakraler Myeloradikulitis ist klinisch mit einem Harnverhalt oder einer Obstipation verbunden.

Aktuelle Version vom 23. November 2021, 08:14 Uhr

Bei der mukokutanen Form zeigt sich im Prodromalstadium (charakteristischerweise < 6 Stunden bei rezidivierender HSV-1-Infektion) ein lokaler Pruritus mit lokalem Brennen. Typisch sind gruppiert stehende Bläschen auf erythematösem Grund, gehäuft konfluierend im weiteren zeitlichen Verlauf. Die Lokalisation ist vor allem an Nase, Ohren, Finger und Genitalen. Eine narbenlose Abheilung erfolgt innerhalb von 10 bis 19 Tagen nach ersten Auftreten. Rezidivierende Läsionen im Regelfall an gleicher Lokalisation sind möglich. In der Folge können dann eine Gewebeatrophie und auch Narbenbildung eintreten.

Sonderformen sind die Herpes Keratitis und ZNS-Infektion. Die Herpesenzephalitis ist häufig assoziiert mit multiplen Krampfepisoden. Eine virale Meningitis ggf. mit lumbosakraler Myeloradikulitis ist klinisch mit einem Harnverhalt oder einer Obstipation verbunden.

Neonatale HSV-Infektion (Herpes neonatorum) treten in der 1. bis 4. Lebenswoche auf mit Entwicklung von mukokutanen Bläschen oder einer ZNS-Beteiligung, welche mit einer hohen Morbidität und Letalität vergesellschaft ist.