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DGI:Opportunistische Infektionen/Invasive Mukormykose/Therapie: Unterschied zwischen den Versionen

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#Erstlinientherapie: Liposomales Amphotericin B 1x 5-10 mg/kg/d (Cave: langsame Dosissteigerung ist obsolet)
#Operatives Debridement mit mikroskopisch pilzfreien Rändern, ggf. mit Revision. Bei der kutanen und rhino-orbitalen Mukormykose kann durch rechtzeitiges chirurgisches Debridement u.U. eine vollständige Sanierung erreicht werden.
#Kontrolle der Risikofaktoren: Neutropenie, Hyperglykämie, Ketoazidose, Kortiko-steroidtherapie. Ein regelmäßiges Assessment, beispielsweise per wöchentlicher Bildgebung, dient der Therapiekontrolle. Im Falle einer Stabilisierung des Krankheitsgeschehens oder eines Teilansprechens auf die antimykotische Therapie kann eine Oralisierung mit Isavuconazol oder Posaconazol-Retardtabletten erwogen werden. Eine fortschreitende Erkrankung erfordert ggf. eine Steigerung des liposomalen Amphotericin B auf die Maximaldosis oder einen Wechsel auf Isavuconazol oder Posaconazol intravenös (TDM). Die Therapiedauer ist eine individuelle Entscheidung und beträgt i.d.R. Wochen bis Monate. Sie sollte mindestens bis zur Aufhebung der Immunsuppression und wesentlichem Ansprechen in der Bildgebung fortgeführt werden.
 
{| class="wikitable bs-exportable "
|+
!Klinische Situation
!Präferenz
!Substanz
!Dosierung
|-
| rowspan="3" |Myelodysplastisches Syndrom, unzureichend eingestellter  Diabetes mellitus Typ II, Eisenüberladung, allogene Stammzell- oder Organtransplantation,  i.v.- Drogenabusus
|Therapie der 1. Wahl
|Liposomales Amphotericin B
|1 x 5-10 mg/kg/d i.v.
|-
| rowspan="2" |Allergie/ Unverträglichkeit
|Isavuconazol
|Tag 1+2: 3 x 200 mg, ab Tag 3: 1 x 200 mg i.v.
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|oder Posaconazol
|Tag 1: 2 x 300 mg, ab Tag 2: 1 x 300 mg i.v.
|}
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Aktuelle Version vom 8. Dezember 2021, 17:13 Uhr

  1. Erstlinientherapie: Liposomales Amphotericin B 1x 5-10 mg/kg/d (Cave: langsame Dosissteigerung ist obsolet)
  2. Operatives Debridement mit mikroskopisch pilzfreien Rändern, ggf. mit Revision. Bei der kutanen und rhino-orbitalen Mukormykose kann durch rechtzeitiges chirurgisches Debridement u.U. eine vollständige Sanierung erreicht werden.
  3. Kontrolle der Risikofaktoren: Neutropenie, Hyperglykämie, Ketoazidose, Kortiko-steroidtherapie. Ein regelmäßiges Assessment, beispielsweise per wöchentlicher Bildgebung, dient der Therapiekontrolle. Im Falle einer Stabilisierung des Krankheitsgeschehens oder eines Teilansprechens auf die antimykotische Therapie kann eine Oralisierung mit Isavuconazol oder Posaconazol-Retardtabletten erwogen werden. Eine fortschreitende Erkrankung erfordert ggf. eine Steigerung des liposomalen Amphotericin B auf die Maximaldosis oder einen Wechsel auf Isavuconazol oder Posaconazol intravenös (TDM). Die Therapiedauer ist eine individuelle Entscheidung und beträgt i.d.R. Wochen bis Monate. Sie sollte mindestens bis zur Aufhebung der Immunsuppression und wesentlichem Ansprechen in der Bildgebung fortgeführt werden.
Klinische Situation Präferenz Substanz Dosierung
Myelodysplastisches Syndrom, unzureichend eingestellter Diabetes mellitus Typ II, Eisenüberladung, allogene Stammzell- oder Organtransplantation, i.v.- Drogenabusus Therapie der 1. Wahl Liposomales Amphotericin B 1 x 5-10 mg/kg/d i.v.
Allergie/ Unverträglichkeit Isavuconazol Tag 1+2: 3 x 200 mg, ab Tag 3: 1 x 200 mg i.v.
oder Posaconazol Tag 1: 2 x 300 mg, ab Tag 2: 1 x 300 mg i.v.