DGI:Opportunistische Infektionen/VZV/Klinisches Bild/Epidemiologie: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt: „===Epidemiologie=== Varizellen resultieren aus einer exogenen Primärinfektion mit VZV und sind mit einer Manifestationsrate von >85% hochgradig ansteckend. Di…“ |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| (3 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
Varizellen resultieren aus einer exogenen Primärinfektion mit VZV und sind mit einer Manifestationsrate von >85% hochgradig ansteckend. Die Übertragung erfolgt über Tröpfchen aus nasopharyngealen Sekreten oder durch direkten Kontakt mit Bläschenflüssigkeit aus Hautläsionen. | Varizellen resultieren aus einer exogenen Primärinfektion mit VZV und sind mit einer Manifestationsrate von >85% hochgradig ansteckend. Die Übertragung erfolgt über Tröpfchen aus nasopharyngealen Sekreten oder durch direkten Kontakt mit Bläschenflüssigkeit aus Hautläsionen. | ||
Während der primären VZV-Infektion etabliert das Virus eine Latenz in den Spinal- und Hirnnervenganglien. Es wird geschätzt, dass 30-50 | Während der primären VZV-Infektion etabliert das Virus eine Latenz in den Spinal- und Hirnnervenganglien. Es wird geschätzt, dass 30-50 % der ungeimpften Menschen im Laufe ihres Lebens eine endogene Reaktivierung mit Ausbildung eines Herpes zoster erleben. Bei der Mehrzahl der VZV-Infektionen bei erwachsenen Patient:innen mit hämatologischen Erkrankungen handelt es sich um Reaktivierungen, 80 % zeigen eine lokalisierte Erkrankung. | ||
<br /> | <br /> | ||
Aktuelle Version vom 7. November 2021, 18:23 Uhr
Varizellen resultieren aus einer exogenen Primärinfektion mit VZV und sind mit einer Manifestationsrate von >85% hochgradig ansteckend. Die Übertragung erfolgt über Tröpfchen aus nasopharyngealen Sekreten oder durch direkten Kontakt mit Bläschenflüssigkeit aus Hautläsionen.
Während der primären VZV-Infektion etabliert das Virus eine Latenz in den Spinal- und Hirnnervenganglien. Es wird geschätzt, dass 30-50 % der ungeimpften Menschen im Laufe ihres Lebens eine endogene Reaktivierung mit Ausbildung eines Herpes zoster erleben. Bei der Mehrzahl der VZV-Infektionen bei erwachsenen Patient:innen mit hämatologischen Erkrankungen handelt es sich um Reaktivierungen, 80 % zeigen eine lokalisierte Erkrankung.