DGI:Opportunistische Infektionen/VZV/Diagnostik: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 30. September 2021, 11:35 Uhr
Diagnostik
| Gürtelrose | Lunge | Zentrales Nervensystem (ZNS) | Generalisierte Infektion bei Immunsuppression |
|---|---|---|---|
| Bei Hautmanifestation:
PCR aus Abstrich/Bläscheninhalt, PCR aus Blut in der virämischen Phase möglich |
Bei V.a. Pneumonie: PCR aus bronchoalveolärer Lavage, PCR aus Blut in der virämischen Phase möglich | Bei V.a. Pneumonie: PCR aus bronchoalveolärer Lavage, PCR aus Blut in der virämischen Phase möglich | Teilweise atypische Manifestation, auch ohne kutane Läsionen möglich. Daher ist der klinische Verdacht und die Einleitung entsprechender Diagnostik, z.B. PCR aus atypischen Hautläsionen oder Blut, bei diesen Patient:innen besonders wichtig. |
Windpocken und Herpes zoster haben zumeist ein typisches klinisches Bild, so dass eine spezifische Diagnostik nur in ausgewählten Fällen erforderlich ist. Atypische Krankheitsbilder können bei Patient:innen mit Immundefizienz auftreten. Die PCR auf VZV-DNA ist sehr empfindlich (95%) und hochspezifisch (100%) und kann zum Nachweis viralen Genoms mittels Abstrich aus Vesikelflüssigkeit, aus Liquor, Gewebe, bronchoalveolärer Lavage oder Blut verwendet werden. Die PCR-Untersuchung ist im Vergleich zu konventionellen Kulturtechniken schneller und daher bevorzugt. Der Nachweis spezifischer Antikörper mittels serologischer Verfahren ist aus Blut und Liquor möglich. Kandidat:innen für eine hämatopoetische Stammzelltransplantation sollten auf VZV-IgG-Antikörper getestet werden, um ihr Risiko für eine Reaktivierung oder Primärinfektion zu bestimmen. Im Falle von Seronegativität sollte eine VZV-Impfung erwogen werden. Durch die typische Klinik sind Varizellen und Herpes zoster in der Regel sicher zu diagnostizieren. Atypische Krankheitsbilder bei Patient:innen mit Immundefizienz benötigen eine Diagnosesicherung, da die Bandbreite möglicher Differentialdiagnosen groß ist.