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DGI:Opportunistische Infektionen/Invasive Mukormykose/Abstract: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Infektiopedia
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<span class="toctext"><span style="color: black">Der Verdacht auf eine Mukormykose ist ein interdisziplinärer Notfall. Die Mukormykose ist eine Infektionskrankheit durch Schimmelpilze der Ordnung Mucorales. Die Erkrankung ist selten, schwer zu diagnostizieren und geht durch ihr häufig rasches Fortschreiten mit einer hohen Letalität einher. Nach Inhalation der Sporen dieses opportunistischen Erregers kommt es bei Immunsuppression meist zum pulmonalen Befall, zum Teil mit konsekutiver Ausbreitung in benachbarte Organe. Diabetiker:innen sind hingegen häufiger von einer rhino-orbito-zerebralen Form, ausgehend von den Nasennebenhöhlen, betroffen. Bei Immunkompetenten kann der Erreger auf vorgeschädigter Haut z.B. durch Frühgeburtlichkeit, traumatische Inokulation oder Verbrennung zur Haut- und Weichteil-Mukormykose führen. Für einen Therapieerfolg entscheidend sind:</span></span>
Der Verdacht auf eine Mukormykose ist ein interdisziplinärer Notfall. Die Mukormykose ist eine Infektionskrankheit durch Schimmelpilze der Ordnung Mucorales. Die Erkrankung ist selten, schwer zu diagnostizieren und geht durch ihr häufig rasches Fortschreiten mit einer hohen Letalität einher. Nach Inhalation der Sporen dieses opportunistischen Erregers kommt es bei Immunsuppression meist zum pulmonalen Befall, zum Teil mit konsekutiver Ausbreitung in benachbarte Organe. Diabetiker sind hingegen häufiger von einer rhino-orbito-zerebralen Form, ausgehend von den Nasennebenhöhlen, betroffen. Bei Immunkompetenten kann der Erreger auf vorgeschädigter Haut z.B. durch Frühgeburtlichkeit, traumatische Inokulation oder Verbrennung zur Haut- und Weichteil-Mukormykose führen. Für einen Therapieerfolg entscheidend sind


#<span class="toctext"><span style="color: black">Unmittelbare Einleitung einer ausreichend hochdosierten antimykotischen Therapie,</span></span>
 
#<span class="toctext"><span style="color: black">Chirurgische Resektion und</span></span>
1) unmittelbare Einleitung einer ausreichend hochdosierten antimykotischen Therapie,
#<span class="toctext"><span style="color: black">Staging durch bildgebende Verfahren.</span></span>
 
2) Staging durch bildgebende Verfahren,
 
3) chirurgische Resektion.

Version vom 27. September 2021, 13:19 Uhr

Der Verdacht auf eine Mukormykose ist ein interdisziplinärer Notfall. Die Mukormykose ist eine Infektionskrankheit durch Schimmelpilze der Ordnung Mucorales. Die Erkrankung ist selten, schwer zu diagnostizieren und geht durch ihr häufig rasches Fortschreiten mit einer hohen Letalität einher. Nach Inhalation der Sporen dieses opportunistischen Erregers kommt es bei Immunsuppression meist zum pulmonalen Befall, zum Teil mit konsekutiver Ausbreitung in benachbarte Organe. Diabetiker sind hingegen häufiger von einer rhino-orbito-zerebralen Form, ausgehend von den Nasennebenhöhlen, betroffen. Bei Immunkompetenten kann der Erreger auf vorgeschädigter Haut z.B. durch Frühgeburtlichkeit, traumatische Inokulation oder Verbrennung zur Haut- und Weichteil-Mukormykose führen. Für einen Therapieerfolg entscheidend sind


1) unmittelbare Einleitung einer ausreichend hochdosierten antimykotischen Therapie,

2) Staging durch bildgebende Verfahren,

3) chirurgische Resektion.