Zum Inhalt springen

Achtung: Bitte beachten Sie unbedingt die Nutzungsbedingungen. Trotz sorgfältiger Prüfung wird keinerlei Haftung für die dargestellten Inhalte übernommen. Alle Inhalte richten sich ausschließlich an ein ärztliches Fachpublikum.

DGI:Knochen-, Gelenks- und Protheseninfektionen/Periprothetische Infektionen/Therapie/Erregerspezifische Therapie: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Infektiopedia
Fuhrmanns (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Fuhrmanns (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:


Die Therapie der periprothetischen Infektion sollte möglichst gezielt '''Erreger-bezogen''' erfolgen ([[Knochen-, Gelenks- und Protheseninfektionen#Erregerspezifische Therapie|LINK Gezielte Antibiotikatherapie von Knochen- und Gelenkinfektionen]]). Bezüglich Substanz und Therapiedauer fehlten randomisierte Studien, die Empfehlungen beruhen auf den vorhandenen Leitlinien, die sich überwiegend auf Expertenmeinungen bzw. Ableitungen von ähnlichen Infektionsfoci beziehen. Eine erste randomisierte Studie aus 2021 favorisiert eine 12-wöchige Therapie (cave überwiegend DAIR).
Die Therapie der periprothetischen Infektion sollte möglichst gezielt '''Erreger-bezogen''' erfolgen ([[Knochen-, Gelenks- und Protheseninfektionen#Erregerspezifische Therapie|LINK Gezielte Antibiotikatherapie von Knochen- und Gelenkinfektionen]]). Bezüglich Substanz und Therapiedauer fehlten randomisierte Studien, die Empfehlungen beruhen auf den vorhandenen Leitlinien, die sich überwiegend auf Expert:innenmeinungen bzw. Ableitungen von ähnlichen Infektionsfoci beziehen. Eine erste randomisierte Studie aus 2021 favorisiert eine 12-wöchige Therapie ('''cave''' überwiegend DAIR).


Bei Prothesenerhalt sollte die Therapie eine biofilmaktive Substanz enthalten (z.B. Rifampicin bzw. Fosfomycin i.v. bei Staphylokokken).
Bei Prothesenerhalt sollte die Therapie eine biofilmaktive Substanz enthalten (z.B. Rifampicin bzw. Fosfomycin i.v. bei Staphylokokken).


Bei zusätzlichem Nachweis einer '''Endokarditis''' sollte die Antibiotikatherapie entsprechend der Endokarditis-Leitlinien erfolgen und anschließend entsprechend der o.g. Empfehlungen zur Therapie der periprothetischen Infektion verlängert werden (s. orale Anschlusstherapie).
Bei zusätzlichem Nachweis einer '''Endokarditis''' sollte die Antibiotikatherapie entsprechend der Endokarditis-Leitlinien erfolgen und anschließend entsprechend der o.g. Empfehlungen zur Therapie der periprothetischen Infektion verlängert werden (s. orale Anschlusstherapie).

Version vom 12. Januar 2022, 12:15 Uhr

Die Therapie der periprothetischen Infektion sollte möglichst gezielt Erreger-bezogen erfolgen (LINK Gezielte Antibiotikatherapie von Knochen- und Gelenkinfektionen). Bezüglich Substanz und Therapiedauer fehlten randomisierte Studien, die Empfehlungen beruhen auf den vorhandenen Leitlinien, die sich überwiegend auf Expert:innenmeinungen bzw. Ableitungen von ähnlichen Infektionsfoci beziehen. Eine erste randomisierte Studie aus 2021 favorisiert eine 12-wöchige Therapie (cave überwiegend DAIR).

Bei Prothesenerhalt sollte die Therapie eine biofilmaktive Substanz enthalten (z.B. Rifampicin bzw. Fosfomycin i.v. bei Staphylokokken).

Bei zusätzlichem Nachweis einer Endokarditis sollte die Antibiotikatherapie entsprechend der Endokarditis-Leitlinien erfolgen und anschließend entsprechend der o.g. Empfehlungen zur Therapie der periprothetischen Infektion verlängert werden (s. orale Anschlusstherapie).