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DGI:Knochen-, Gelenks- und Protheseninfektionen/Infektionen nach offenen Frakturen/Diagnostik/Diagnostische Schritte: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Infektiopedia
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Von einer mikrobiologischen Abstrich- bzw. Probenentnahme bei der Erstversorgung sollte abgesehen werden. Die Wunde ist zu diesem Zeitpunkt häufig mit Umwelterregern kontaminiert. Im Falle einer sich entwickelnden Infektion stimmt der initiale mikrobiologische Befund nur in unter 25% der Fälle mit dem später für die Infektion ursächlichen Erreger überein5,6. Mikrobiologische Untersuchungen bei Folgeoperationen, nach erfolgtem Debridement und bei klinischem Verdacht einer Infektion sind sinnvoller, wobei Gewebe- oder Knochenproben einem Abstrich vorzuziehen sind. Der mikrobiologische Befund, der aus vorbestehenden chronischen Fisteln oder Wunden erhoben wird, soll nicht als repräsentativ für den Erreger der Osteomyelitis angesehen werden<ref>https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/012-033l_S2k_Osteomyelitis_2018-01_1.pdf</ref>  .
Von einer mikrobiologischen Abstrich- bzw. Probenentnahme bei der Erstversorgung sollte abgesehen werden. Die Wunde ist zu diesem Zeitpunkt häufig mit Umwelterregern kontaminiert. Im Falle einer sich entwickelnden Infektion stimmt der initiale mikrobiologische Befund nur in unter 25% der Fälle mit dem später für die Infektion ursächlichen Erreger überein5,6. Mikrobiologische Untersuchungen bei Folgeoperationen, nach erfolgtem Debridement und bei klinischem Verdacht einer Infektion sind sinnvoller, wobei Gewebe- oder Knochenproben einem Abstrich vorzuziehen sind. Der mikrobiologische Befund, der aus vorbestehenden chronischen Fisteln oder Wunden erhoben wird, soll nicht als repräsentativ für den Erreger der Osteomyelitis angesehen werden<ref>https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/012-033l_S2k_Osteomyelitis_2018-01_1.pdf</ref>  .
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Version vom 11. Januar 2022, 14:32 Uhr

Die Diagnose einer Osteomyelitis nach offener Fraktur ergibt sich oft klinisch und unterscheidet sich nicht von der Osteomyelitis aufgrund von anderen Ursachen (z.B. hämatogen, nach Injektion).

Von einer mikrobiologischen Abstrich- bzw. Probenentnahme bei der Erstversorgung sollte abgesehen werden. Die Wunde ist zu diesem Zeitpunkt häufig mit Umwelterregern kontaminiert. Im Falle einer sich entwickelnden Infektion stimmt der initiale mikrobiologische Befund nur in unter 25% der Fälle mit dem später für die Infektion ursächlichen Erreger überein5,6. Mikrobiologische Untersuchungen bei Folgeoperationen, nach erfolgtem Debridement und bei klinischem Verdacht einer Infektion sind sinnvoller, wobei Gewebe- oder Knochenproben einem Abstrich vorzuziehen sind. Der mikrobiologische Befund, der aus vorbestehenden chronischen Fisteln oder Wunden erhoben wird, soll nicht als repräsentativ für den Erreger der Osteomyelitis angesehen werden[1] .