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DGI:Endokarditis/Klinisches Bild/Epidemiologie: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Infektiopedia
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Die Inzidenz der Endokarditis beträgt ca. 3-10/100.000 Einwohner mit zunehmender Inzidenz in Ländern mit hohem nationalen Einkommen infolge „health-care associated“ Endokarditiden (Cahill et al.). Trotz der Seltenheit der IE liegt sie infolge ihrer hohen Mortalität, nach Sepsis, Pneumonie und intra-abdominellen Infektionen, an Platz 4 der lebensbedrohlichen Infektionen.  
Die Inzidenz der Endokarditis beträgt ca. 3-10/100.000 Einwohner:innen mit zunehmender Inzidenz in Ländern mit hohem nationalen Einkommen infolge „health-care associated“ Endokarditiden (Cahill et al.). Trotz der Seltenheit der IE liegt sie infolge ihrer hohen Mortalität, nach Sepsis, Pneumonie und intra-abdominellen Infektionen, an Platz 4 der lebensbedrohlichen Infektionen.  


Die ambulant erworbene Endokarditis macht derzeit circa 70 % der Fälle aus. Etwa jede 5. Endokarditis ist Device assoziiert (Cahill et al.).
Die ambulant erworbene Endokarditis macht derzeit circa 70 % der Fälle aus. Etwa jede 5. Endokarditis ist Device assoziiert (Cahill et al.).
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*Alter >60 Jahre, männliches Geschlecht
*Alter >60 Jahre, männliches Geschlecht
*i.v.-Drogenabusus (hier häufig Rechtsseitenendokarditis)
*I.v.-Drogenabusus (hier häufig Rechtsseitenendokarditis)
*Schlechter Zahnstatus / Zahninfektionen
*Schlechter Zahnstatus / Zahninfektionen
*Strukturelle Herzerkrankungen (Klappenvitien oder kongenitale Herzerkrankungen)
*Strukturelle Herzerkrankungen (Klappenvitien oder kongenitale Herzerkrankungen)

Aktuelle Version vom 17. März 2022, 18:24 Uhr


Die Inzidenz der Endokarditis beträgt ca. 3-10/100.000 Einwohner:innen mit zunehmender Inzidenz in Ländern mit hohem nationalen Einkommen infolge „health-care associated“ Endokarditiden (Cahill et al.). Trotz der Seltenheit der IE liegt sie infolge ihrer hohen Mortalität, nach Sepsis, Pneumonie und intra-abdominellen Infektionen, an Platz 4 der lebensbedrohlichen Infektionen.

Die ambulant erworbene Endokarditis macht derzeit circa 70 % der Fälle aus. Etwa jede 5. Endokarditis ist Device assoziiert (Cahill et al.).


Es zeigt sich ein verändertes Erregerspektrum infolge zunehmend invasiver Medizin („Health-Care“- assoziierte bzw. Device-assoziierte infektiöse Endokarditis) und vermehrter Immunsuppression mit häufigerem Nachweis von Staphylokokken und atypischen Erregern.


Risikofaktoren für IE:

  • Alter >60 Jahre, männliches Geschlecht
  • I.v.-Drogenabusus (hier häufig Rechtsseitenendokarditis)
  • Schlechter Zahnstatus / Zahninfektionen
  • Strukturelle Herzerkrankungen (Klappenvitien oder kongenitale Herzerkrankungen)
  • Z.n. Herzklappenersatz inklusive Transkatheter-Klappenimplantation (z.B. TAVI)
  • Intravaskuläre Katheter und kardial einliegende elektronische Devices (Schrittmacher, ICD etc.)
  • Hämodialyse
  • Immunsuppression