Zum Inhalt springen

Achtung: Bitte beachten Sie unbedingt die Nutzungsbedingungen. Trotz sorgfältiger Prüfung wird keinerlei Haftung für die dargestellten Inhalte übernommen. Alle Inhalte richten sich ausschließlich an ein ärztliches Fachpublikum.

DGI:Multiresistente Erreger

Aus Infektiopedia
Version vom 29. Oktober 2020, 12:18 Uhr von Brinkery (Diskussion | Beiträge) (Der Seiteninhalt wurde durch einen anderen Text ersetzt: „<span class="TitelZchn"><span style="font-size:24.0pt;line-height:115%">Dekolonisierung multiresistenter Erreger</span></span> {{DG…“)

Dekolonisierung multiresistenter Erreger

Eine Kolonisierung mit multiresistenten Bakterien ist oft die Grundlage einer nachfolgenden invasiven Infektion. Aus diesem Grunde gibt es immer wieder Bestrebungen, sog. Dekolonisierungsregime anzuwenden, um letztendlich Folgeinfektionen zu vermeiden. Unter bestimmten Umständen kann auch die Vermeidung der Übertragung an weitere Personen eine Indikation zur Dekolonisierung sein. Dieses Kapitel liefert eine Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit entsprechender Regime.


  • Gram-positiv: MRSA, VRE, Panton-Valentine-Leukozidin (PVL) produzierender S. aureus Dieser Erreger gehört formal nicht zur Gruppe der multiresistenten Bakterien. Da er jedoch aufgrund seiner besonderen Virulenz das Ziel einer Eradikation sein kann, wird er hier mit aufgeführt., Linezolid-resistente Enterokokken (LRE), Linezolid Vancomycin-resistente Enterokokken (LVRE).
  • Gram-negativ: Bzgl. der Gram-negativen multiresistenten Erreger ist die Kategorisierung weniger einheitlich, da nach Erregern, Resistenzmechanismen oder der Multiresistente Gram -negative Erreger (MRGN) Klassifikation kategorisiert werden kann.
  • Häufige Erreger: Enterobakterien (z.B. Escherichia coli, Klebsiella pneumoniae, Enterobacter cloacae, Citrobacter freundii, Proteus mirabilis, Serratia spp.), Nonfermenter (Pseudomonas aeruginosa, Acinetobacter baumanii, Stenotrophomonas maltophilia)
  • Häufige Resistenzmechanismen: Extended Spectrum ß-Laktamase (ESBL), Carbapenemasen (z.B. KPC, OXA-48, VIM, MDM, IMP), Amp-C Laktamase, Porinverluste, Effluxpumpenexpression

Nachfolgende Tabelle stellt die aktuelle MRGN Klassifikation dar. Diese Klassifikation wird im pädiatrischen Bereich ergänzt durch die 2MRGN NeoPäd. Aufgrund der eingeschränkten Zulassung der Fluorchinolone ergeben sich hier andere therapeutische und hygienische Maßnahmen bereits ab einem 2MRGN Erreger.


MRGN Klassifikation

(Quelle: RKI Epidemiologisches Bulletin 28. Februar 2019 / Nr. 9)ende Literatur & Hilfestellunge

Anmerkung der Redaktion