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DGI:Opportunistische Infektionen/Kryptokokkose/Klinisches Bild/Epidemiologie

Aus Infektiopedia
Version vom 16. Dezember 2021, 07:46 Uhr von Fuhrmanns (Diskussion | Beiträge)
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Die Kryptokokkose ist eine klassische opportunistische Infektion, die durch Cryptococcus neoformans/gattii verursacht wird. Personen mit HIV im Stadium AIDS, langfristiger Kortikosteroidtherapie, Zustand nach Organ- oder allogener Stammzelltransplantation sind vor allem gefährdet. Bei Menschen mit HIV nimmt das Risiko einer Kryptokokkose deutlich zu, je ausgeprägter der Immundefekt (also je niedriger die CD4-Zellzahl) ist. Insbesondere gilt dies ab einer CD4-Zellzahl < 100/µl3. Eine Behandlung mit monoklonalen (v.a. TNF-alpha) Antikörpern (z.B. Infliximab[1], Adalimumab[2], Alemtuzumab[3]) oder mit Tyrosinkinaseinhibitoren (z.B. Ibrutinib[4]) ist ebenfalls mit einem erhöhten Risiko für eine Kryptokokkose assoziiert.

  1. Kluger N, Poirier P, Guilpain P, Baixench MT, Cohen P, Paugam A. Cryptococcal meningitis in a patient treated with infliximab and mycophenolate mofetil for Behcet's disease. Int J Infect Dis. 2009;13(5):e325
  2. Iwata T, Nagano T, Tomita M, et al. Adalimumab-associated pulmonary cryptococcosis. Ann Thorac Cardiovasc Surg. 2011;17(4):390-393.
  3. Ingram PR, Howman R, Leahy MF, Dyer JR. Cryptococcal immune reconstitution inflammatory syndrome following alemtuzumab therapy. Clin Infect Dis. 2007;44(12):e115-117.
  4. Messina JA, Maziarz EK, Spec A, Kontoyiannis DP, Perfect JR. Disseminated Cryptococcosis With Brain Involvement in Patients With Chronic Lymphoid Malignancies on Ibrutinib. Open Forum Infect Dis. 2017;4(1):ofw261