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DGI:Knochen-, Gelenks- und Protheseninfektionen/Hämatogene Osteomyelitis/Therapie

Aus Infektiopedia
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Therapie

Kalkulierte Therapie

Wann immer möglich: Therapiebeginn erst nach Erregernachweis!

Vor Therapiebeginn immer mikrobiologische Diagnostik (Blutkulturen, Knochenbiopsie) veranlassen!

Eine kalkulierte Therapie sollte bei klinisch instabilen, septischen Patienten begonnen werden.

Für die kalkulierte Therapie bei der hämatogenen Osteomyelitis: s. Kapitel „Spondylodiscitis“.

Bei Osteomyelitis per continuitatem: s. Kapitel “Diabetischer Fuß”.

Erregerspezifische Therapie beim Erwachsenen

Siehe Tabelle am Ende des Kapitels.

Die Therapiedauer bei der hämatogenen Osteomyelitis wird generell mit 6 Wochen angegeben. Je nach klinischem und radiologischem Verlauf kann auch eine längere Therapiedauer notwendig sein.

Grundsätzlich ist eine Oralisierung der Therapie nach 1 – 2 Wochen möglich. Wichtig hierfür ist, dass es eine wirksame Substanz mit guter Bioverfügbarkeit nach oraler Einnahme gibt und dass die orale Aufnahme und die Compliance gewährleistet sind.

Auch bei der hämatogenen Osteomyelitis kann die chirurgische Intervention hilfreich sein, z.B. zur Entfernung von Nekrosen oder Knochensequestern. Deswegen hier immer chirurgisches Konsil anfragen (Orthopädie oder Unfallchirurgie).