DGI:Opportunistische Infektionen/CMV/Diagnostik/Diagnostische Schritte
Erscheinungsbild
| Methode | Material | Stellenwert/Aussage |
|---|---|---|
| Quantitative CMV-DNA-PCR (NAT) | EDTA-PLasma, ggf. Liquor oder BAL | Standard für Screening, Diagnosestütze und Verlauf; Ergebnis in IU/ml nach WHO-Standard; plasmabasierte Virämie ist nicht beweisend für Endorganbefall. |
| Funduskopie | Auge, klinisch | Funduskopie Auge, klinisch Diagnose der Retinitis durch erfahrene Ophthalmolog:innen anhand typischer Läsionen. |
| Endoskopie + Biopsie, HIstologie/IHC | GI-Schleimhaut, Gewebe | Beweis der gewebsinvasiven Erkrankung, z. B. „Eulenaugenzellen“ und Immunhistochemie. |
| CMV-DNA im Liquor/BAL | Liquor, BAL | CMV-DNA im Liquor / BAL Liquor, BAL Sicherung von ZNS-Befall beziehungsweise Pneumonitis im klinischen Kontext. |
| Resistenztestung, Genotyp UL97/UL54 | Plasma | Bei Therapieversagen oder unter Therapie ansteigender Viruslast. |
| CMV-Immunmonitoring, z.B. QuantiFERON-CMV, ELISpot | Vollblut | Optional zur Risikostratifizierung und Steuerung der Prophylaxe-Dauer. |
Die pp65-Antigenämie ist historisch bedeutsam, wird in der Routine aber weitgehend durch die quantitative NAT ersetzt.