DGI:Effloreszenzen mit Pus und Erythem/Abstract
Erkrankungsbilder wie Furunkel, Karbunkel, Abszesse und die Phlegmone gehören zu den eitrigen kutanen Infektionen. Das nicht-eitrige Erysipel zeichnet sich durch ein scharf begrenztes Erythem aus. Diese genannten Haut- und Weichteilinfektionen kommen weltweit sehr häufig vor. Je nach Schwere des klinischen Befundes, Allgemeinzustand, Vorerkrankungen und Risikofaktoren des Patienten ist eine rein äußerliche, rein chirurgische oder mit systemischer Antibiose kombinierte Therapie nötig. Voraussetzung für die adäquate Therapie ist eine genaue diagnostische Einordnung. Häufig handelt es sich um Blickdiagnosen. Liegt Pus vor, so ist meist S. aureus an der Infektion beteiligt. Während der Abszess eine abgekapselte Ansammlung von Pus darstellt, befindet sich der Eiter bei der Phlegmone diffus im Gewebe verteilt. Die Chirurgie ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie.
Als Erysipel bezeichnet man eine oberflächliche Infektion der Haut, die sich entlang der Lymphgefäße ausbreitet und meist durch Streptococcus pyogenes hervorgerufen wird. Dementsprechend ist die systemische Therapie mit Penicillin Mittel der Wahl.
Die (nekrotisierende) Fasziitis bezeichnet die maximale Ausprägung einer Weichteilinfektion. Hierbei handelt es sich um eine binnen Stunden foudroyant verlaufende, bakterielle Infektion der Haut und Unterhaut, bei der die Faszie mitbetroffen ist, und dringende chirurgische Interventionsnotwendigkeit besteht. Die Letalität ist sehr hoch.
Follikulitis
Die Follikulitis stellt eine eitrige oder nicht-eitrige Entzündung des Haarfollikels dar. Die klassische, bakterielle Follikulitis ist eine oberflächliche, zumeist durch Staphylococcus aureus ausgelöste Pyodermie.