DGI:Opportunistische Infektionen/Pneumocystis Pneumonie/Abstract

From Infektiopedia

PCP ist eine Pilzinfektion mit dem humanpathogenen Pilz Pneumocystis jirovecii (P. jirovecii), die zunächst hauptsächlich mit einer Pneumonie bei HIV-Patienten mit fortgeschrittenem Immundefekt assoziiert wurde. Seit der Einführung der antiretroviralen Therapie ist die Inzidenz der PCP innerhalb dieser Patientengruppe deutlich zurückgegangen und spielt vorwiegend in der unbehandelten HIV-Infektion eine Rolle. Allerdings nimmt die Inzidenz bei Patienten mit Immunsuppressionen verschiedenster Genese zu. Es wird angenommen, dass Pneumocystis aerogen von Mensch zu Mensch übertragen wird. Menschen mit HIV und PCP haben in der Regel einen langsam progredienten Verlauf, immunsupprimierte, HIV-negative Patienten zeigen häufig ein rasch progredientes Bild. Die Mortalität der PCP-Infektion ist insbesondere bei beatmeten Patienten hoch. Um die Mortalität zu senken, ist eine rasche Diagnose und Therapie wichtig. Die Diagnose der PCP gelingt durch die direkte Identifizierung des Organismus entweder durch Polymerase-Kettenreaktion (PCR) oder Färbung des Erregers oder aus bronchoalveolärer Lavageflüssigkeit (BAL). Für die Therapie ist hochdosiertes Trimethoprim-Sulfamethoxazol das Medikament der Wahl. Dieses wird auch in niedrigerer Dosierung zur Prophylaxe der PCP erwiesen.